Goldene Ernüchterung – halbwegs!

Photographie

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Ganz aufgeregt war ich, hatte ich doch den ersten so warm empfohlenen Rollei R3-Film (für die Golden Half) zur Entwicklung abgegeben. Pflegeleicht und anspruchslos sollte die nicht ganz billige Film-Kapsel sein, aber da wurde ich ein wenig enttäuscht. Während der Kodak GC 400 Farbfilm sich als beste fotografische Rampensau gut verkaufte, scheint der R3 eher die Rolle der Diva einnehmen zu wollen. Innenraum-Aufnahmen sind trotz Blitz kaum zu realisieren und das ist gerade wegen des so schönen Konzerts von „Liebe Minou“ mit der furchtbar hinreissenden Keks-Verteilerin sehr ärgerlich. Auch draußen muss man schon sehr aufpassen, wie das Licht ist – das macht den unbedarften lomografischen Ansatz ein wenig zunichte.

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Von 72 Aufnahmen habe ich eine sehr kleine Ausbeute, zumal ich nach Möglichkeit nicht Photoshop und Consorten bemühen möchte, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten. Mein Fotohändler – mein Fachmann – erläuterte mir, ich hätte den Negativfilm ruhig „pushen“ lassen sollen und ohnehin sollte ich zu jedem Anlass mit der rechten Filmwahl regulieren, was die Blende nicht schafft – nur möchte ich nicht derart viele Bilder zu einem Event machen. Das ist einmal mehr keine Lomografie, wie ich sie verstehe. Der nächste R3 ist übrigens seit gestern in der Golden Half – warten wir es ab!

UPDATE: Mein „Lieferant“ Spürsinn hat meinen Aufschrei gehört und verweist auf einen Blogartikel zum R3 – meine beste Laborantin bei Foto Köhler in Ottensen wird mich vielleicht einmal mehr entgeistert ansehen. „Halbformat? 4×4?“ – „Ja, bitte!“