Camera Imago 1:1 in Altona

Photographen


Portraits, 1970er Jahre, Imago-Serie. Foto Susanna Kraus

Seit dem 10. Juni dieses Jahres läuft im Altonaer Museum in Hamburg eine Ausstellung über die „Camera Imago 1:1“ unter dem Titel „Ich 1:1 – Portraits aus der größten Kamera der Welt„. Wenige Tage nach der Eröffnung bin ich mit dem Kollegen Stilpirat in diese Ausstellung gegangen und trafen neben einem Spiegel, in welchem man sich „richtig herum“ sieht, einer Videostation und Modellen auch etwa drei Dutzend lebensgroßer Portraitaufnahmen an.

Das besondere ist, dass man in die Anfang der 1970er Jahre vom Physiker Werner Kraus und dem Goldschmied Erhard Hössle entwickelte Kamera einsteigt und dort abgelichtet wird – allerdings nicht auf einen Film, sondern direkt auf das extra wieder aufgelegte ILFORD-Fotopapier. Somit ist jede Aufnahme ein Unikat. Nachdem die Kamera lange Zeit in Vergessenheit geraten war, hauchte Susanna Kraus, die Tochter des Erfinders, ihr im Jahr 2004 wieder Leben ein. Nachdem das 7x4x3 Meter große Gerät die folgenden Jahre viel auf Reisen war, fand sie im April dieses Jahres einen festen Standort im Postfuhramt in Berlin Mitte.

Wie die Imago-Ausstellung endet auch eine weitere Fotoausstellung im AM am 27. September 2009: Johanna Manke (geb. 1976) zeigt „Erste Liebe – Geheime Orte„. Ebenfalls sehenswert.

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