Restposten im Halbformat

Photographie

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Restposten und ein 1€-Artikel – viel mehr scheint im früheren Prestigebau FRAPPANT (Blogpost, weiteres s/w-Bild) an der Großen Bergstraße in Hamburg-Altona jeseits des Bahnhofs nicht zu bieten. Also ist scheint es nur Recht und billig, dass hier ein innerstädtischer IKEA eröffnet – das würde diese Ecke beleben, so das Kalkül. Man vergisst bei all dem fehlenden Glanz, dass hier aber Leben stattfindet, wie oben zu erahnen ist. Ob das dem vermeintlichen Ideal entspricht sei ebenso dahingestellt, wie das Geständnis, dass ich als Fotograf derartige Orte mit etwas morbiden Charme, mit Straßenkunst und einer gewissen Vergänglichkeit erstrebenswerter finde, als Großparkplätze, Bekleidungsketten oder den x-ten Starbucks, der für viel Geld großen Mist feilbietet.

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Zu den etwas ruppigen Aufnahmen noch ein oder zwei Worte: aufgenommen mit der Goldenhalf von Superheadz unter Verwendung meines letzten Rollei R3 400 KB-Films. Gescannt wurden die Halbformataufnahmen mit einem Canon Canoscan 3200F im Modus Farbfilm und seid versichert: im s/w-Modus war die Ausbeute noch dünner. Erste Erfahrungen hatte ich mit einem Kodak GC 400 Farbfilm gemacht und die Ergebnisse waren deutlich besser, lomographischer – auch wenn man mir bei der Spürsinn-Gruppe geduldig erklärte, wie ich mit dem R3 umgehen sollte – nur dafür bin ich im analogen Postprozess zu ungeduldig. Nichts für ungut! (^_~)

Weitere (auch neue) Bilder der Goldenhalf findet man im flickr-Album und in meinem neuen crazy tumblr-Blog mit den Namen „in capone’s schuhen“.