Die ersten Fernschüsse – Zenit FS-12

Photographie

Nina

Offensichtlich gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Fußball und der Fotografie, zumindest dann, wenn man eine Zenit FS-12, den sogenannten Fotosniper, sein eigen nennen darf – es gibt in beiden Disziplinen Fernschüsse, wobei mit dem russischen Optikmonster zumeist genauere Schüsse möglich sind. Das ist besonders aus dem Grund erfreulich, dass die mir heute vorliegenden Aufnahmen anfangs und zwischendurch und in der Entwicklung unter keinem guten Stern standen, was gerade in der Vorweihnachtszeit ein Artigkeitsdefizit hätte belegen können.

Im Zentrum: eine Möwe

Da wären als Stolpersteine der Umstand zu nennen, dass man das TAIR 4.5/300-Objektiv nicht ganz in das M42-Gewinde schrauben kann, wenn man es auf die Pistolenhalterung setzen möchte, sondern eine halbe Umdrehung zurückzugehen hat – da sorgte ich mich schon etwas um die Schärfe. Das nächste Problem während meines eiligen Ausfluges bei etwas trübem Himmel war nicht der trübe Himmel, sondern der Umstand, dass beim Tragen des 3-Kilo-Apparates die Filmklappe hinten aufging – hier war der trübe Himmel eher von Vorteil, denn es gab kaum Verluste. Für diese sorgte dann aber das lustige Schlecker-Fotoland, wo ich meine abgelaufenen Kleinbildfilme stets hingeschleppt hatte, da ich bei den Probeschüssen etwas sparen wollte und es auch irgendwie sehr lomografisch fand, doch diesmal hatte das Labor die Perforation des Filmes über drei Aufnahmen geschrotet, dazu eine Aufnahme zerschnitten und dann noch einen Euro mehr berechnet. Ist das ein Extraservice? – Nun ja, abgesehen von den vielen Hürden – inklusive derer, dass man oft angesprochen wird und daher das eine oder andere Motiv verpasst – muss ich sagen, dass die Fotosniper mehr als nur eine Kurosität für die Vitrine ist.

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