Final Frappant

Photographie

Letztes Licht

Die letzten Wochen waren schon sehr frappant, ich realisiere langsam, dass dieses Fotomotiv für mich bald nicht mehr existiert und dabei bin ich so gerne über die Parkdecks gestolpert, am Ende hatte ich sogar Eingang in die Räumlichkeiten erhalten und habe im letzten Jahr mit all erdenklichen Fotoapparaten Bilder gemacht. Jetzt, Anfang März 2010, haben die Künstler und anderen Nutzer des Gebäudes das Feld geräumt, irgendwann werden an dieser Stelle schwedische Bücherregale, Fleischbällchen und so weiter unter die Leute gebracht.

Kameraflucht

Nachdem ich schon kurz zuvor in das Gebäude hatte mitkommen dürfen, doch mit etwas zerschossener Ausrüstung, zog es mich mit der etwas verlässlicheren Nikon D40 zurück an den Ort. Ich machte nicht viele Bilder, ich machte Bilder, die mir wichtig erschienen und ich drehte noch einen kleinen Film, dessen Schnitt ich auf sehr viel später verschoben habe. Dies ist – fast pathetisch – das Adieu für das Frappant, dass zwar heruntergekommen war, nach heutigen Maßstäben gar ein architektonischer Schandfleck und doch ein Teil meiner Biografie, habe ich es als Kind und Jugendlicher doch noch gekannt als es voller Leben war. Lasst die Große Bergstraße nicht zu einer dieser grässlichen Ansammlung von Filialunternehmen werden und – bitte! – gebt uns keinen Starbucks. Danke!