My Lady Vitomatic

Photographie

Voigtländer Vitomatic IIa

Es war die Europäische Kamerabörse in der Hamburger Handwerkskammer, zu der mich mein werter Fotofreund Daniel mitgenommen hatte. Solche Veranstaltungen sind für mich ja per se schon sehr gefährlich. – Zu schnell bin ich versucht, bei solchen Gelegenheiten zuzuschnappen und so packte ich auch diesmal nur 50 Euro ein, schließlich war diesmal nicht mein Bruder dabei, der bei der letzten Gelegenheit mit meinem Geld eine sehr schöne Rollei 35 erstand. Auf meiner Beuteliste standen neben den obligatorischen 620er Leerspulen, ein 135mm-Objektiv mit M42-Anschluss sowie ggf. ein Holzstativ.

Jork

Nichts von alledem, was ich suchte, fand ich. Eine kleine Zeiss Ikon Box Tengor für den Rollfilm 127 erweckte mein Interesse, doch der Zustand war diskutabel, da wies mich Daniel bei einem sehr netten Verkäufer auf eine Voigtländer Vitomatic IIa mit Skopar-Objektiv aus dem Jahr 1960 hin und dieses Messsucher-Schätzchen präsentierte sich in sehr gutem Zustand, die Zeiten liefen, die Blende war hinreichend leichtgängig und sogar der Selen-Belichtungsmesser tat es nach 50 Jahren noch. Weil der Preis auch ohne Handeln deutlich unter der den Aufwendungen für die wöchentlichen Zigaretten-Ration eines durchschnittlichen Rauchers lag, ließ ich mir noch die passende Tasche aufdrängen und zog sehr zufrieden ab.

Alte Zeitreise

Da die Vitomatic mit Kleinbildfilmen funktioniert, wollte ich den Anfang denkbar unkompliziert begehen und gab ihr einen seit einigen Monaten abgelaufenen Kodak Professional BW 400 CN mit auf den Debütschwenk und nach dem Scannen via SilverFast bin ich mit den ersten Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Latte hängte ich nun etwas höher und gab der alten Lady einen Rollei Crossbird, der beim Kompaktkamera-Walk durch die HafenCity aber noch nicht voll werden wollte.

Shauptbahnhof Schlucht Langbeiner