Pushed Trixy und Film Noir

Photographie

Aller Laster

Film Noir – eine Aísthesis, die ich in der Fotografie zwar vor Augen hatte, aber noch nie mit Vorsatz umgesetzt hatte. Nun ist dieses Stilmittel schon lange bekannt und wurde sogar im Kino zuletzt durch Steven Soderberghs „The Good German“ wieder etwas zum Leben erweckt. Ich wollte es auf einer der kommenden Reisen in europäische Metropolen während des Sommers nun in der analogen Fotografie einsetzen und beschloss wagemutig, erstmal zu trainieren.

Angelika

Meine Voigtländer Vitomatic IIa sollte als praktisch zeitgenössische Kamera eine Hauptrolle in meinem Versuch spielen, dazu legte ich einen Kodak Tri-X 400 ein und erklärte der Kamera, dass es sich um einen Film mit 800 ASA handelte. Eigentlich wollte ich nach Rücksprache mit Wissenden gar 1600 einstellen, aber das gibt die Vitomatic ohne murren nicht her und rechnen wollte ich nicht, was mir gedroht hätte, denn der Belichtungsmesser lag daheim.

Auf der Suche nach langen oder zumindest harten Schatten radelte ich durch meine schöne Heimatstadt, fand aber nur wenige, packte die Kamera also auch in den folgenden Tagen ein und – siehe da – es geht schon in die richtige Richtung, doch nächstes Mal gibt es in der Minolta 5000 die Ansage: 1600 ASA und los! Gepusht wird dann im Szentreff.

Fahrkarten an der Waterkant