Den Brenizer am Objekt gewagt

Photographie

Pretty in Green

Die letzten freien Tage gehörten dem Erlernen der Brenizer Methode und an für sich mache ich dabei auch ganz gute Fortschritte. Verzweifelte ich zuletzt ein wenig, weil PTGui und Hugin (letzteres sehr nachrücklich) beim Zusammenfügen von bis zu 40 Einzelfotos oftmals versagten, stellt sich das fast schon antiquierte Photoshop CS3 dabei sehr gut an. Auch die Kombination der alten Dynax 7D mit dem Pentacon 135er hat im Augenblick die Nase vor Alpha 850 und auch vor der NEX-3. Die Vollformat schied wegen schierer Datenmasse aus, die NEX wegen des fehlenden optischen Suchers. Bis das Display wieder bereit ist, habe ich die Schnittpunkte schon fast wieder aus den Augen verloren. Damit mussten Lumix G2 und Sony A33 ebenfalls passen.

Golden Star

Fotograf Stefan Groenveld fragte auf meinem flickr-Stream, ob man nicht einmal ein Objekt nach Brenizer-Methode und per Einzelschuss ablichten könnte. Ahnungslos, wie die Verschlusszeit bei Offenblende in der strahlenden Sonne sein müsste, fiel mir erst daheim auf, dass ich noch bei ISO 1600 war – ganz selbstverständlich hatte ich einfach einen ND-Filter davorgeschraubt. Auffällig ist neben der etwas ausgeprägteren Unschärfe beim Bild links der andere Maßstab des Hintergrundes südlich der Elbe. Das alleine ist nur schwer durch die wenigen Meter, die ich habe zurückgehen müssen, zu erklären. (Bild) Der nächste Vergleich sei mit unterschiedlichen Brennweiten versucht.

Was bleibt nach den ersten Erfahrungen neben der Lust, noch mehr zu machen? – Der Wunsch nach einem Sigma 85mm f/1.4 EX DG HSM, wie es der Meister selbst benutzt. (Nikon),(Canon),(Pentax),(Sony/Minolta).

Weitere Versuche im Brenizern findet man im flickr-Album und auch im Übungsalbum bei ipernity.

3 Kommentare

  1. Sehr schönes erstes Foto. Der Vergleich im unteren Kombi-Bild kommt meiner Meinung aber nicht so gut rüber. Dafür ist das linke einfach zu weitwinklig aufgenommen, als das es mit schönem Bokeh überzeugen zu können. Aber zumindest merkt man die Wirkung des gestauchten DoF.

    Hast du dich auch mal an dem Hochformat-Panorama der Nex versucht?
    Sollte vom Prinzip für Brenizer gut klappen, weil man dann auch auf das Software-Stichen zuhause verzichten kann, aber meine Nex brachte es nie fertig, das Endergebnis nahtlos und verschoben darzustellen. Wahrscheinlich war ich auch nur zu nah am Objekt oder der Hintergrund war zu diffus. Die Wahl der Brennweite spielt sicher auch eine Rolle.

  2. Stephan sagt

    Zweimal „nee“. ;-)

    Nee, die Gegenüberstellung überzeugt nicht wirklich, aber es war das einzige Mal, dass ich eine machbare Brennweite dabei hatte. Nächstes Mal sei ein 24mm mit 2.8 mit eingepackt.

    Nee, die Panorama-Funktion der NEX ist für mich nur Spielkram und für Mehrreiher auch völlig ungeeignet. Darüber hinaus müsste man immer zwischen den Modi M und Pano hin- und herschalten … Das ist überhaupt keine Alternative, zumal ich ja sehr genau die Schärfe setzen muss/will.

  3. Na toll, jetzt musste ich mich einlesen, was es mit diesem Brenizer auf sich hat und finde es spannend. Noch mehr was man unbedingt mal ausprobieren will…

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