Holganex

Photographie / Test

HOLGANEX

Nach der Pentanex nun also der nächste Schritt und der geht qualitativ zurück – es geht nicht mehr um die Adaption von DDR-Ingenieurskunst, sondern um das Anstecken chinesischer Spritzgusserzeugnisse. Für 13,13 Euro habe ich über die Bucht eine Holga-Linse für die Sony NEX erstanden und muss sagen: das gefällt mir gut. Zwar ist die Haptik (authentisch) minderwertig, die in der Tat funktionierende Schärfe befindet sich nicht wie erwartet oben, sondern links am eingerasteten „Objektiv“, aber alles in allem kann man sich nicht beklagen.

Strahlender Stern

Ob dieses neue Spielzeug nun dazu taugt, die Diskussion um die „Digitale Lomographie“ zu befeuern oder nicht, ist mir reichlich egal. Dank der bisherigen Bildergebnisse habe ich für mich eine Alternative zur stets angestrebten Digital Harinezumi gefunden und damit ist die Zufriedenheit hergestellt. Für Schnappschüsse aus der Hüfte ist mir die digitale Variante kein Sakrileg, aus ökonomischer Sicht vielleicht sogar besonders sinnvoll – nur nenne ich es nicht Lomographie, wenngleich zumindest Vignette und Co der optischen Unzulänglichkeit der Holga-Linse entspringen. Am Ende soll jeder mit seinem Zeugs glücklich werden und kann auch bei lomography.com zu völlig überzogenen Preisen billige Plastikkameras kaufen oder sein iPhone so verpacken, dass es wie ein Fotoapparat aussieht.

Langkranz