Klasse S – Königin der Nacht

Photographie / Test

Sprit Royale

Auch die Fujifilm Klasse S ist neu in meiner Sammlung an Kameras – nach dem Verkauf einiger Stücke war wieder Platz für etwas, was ich schon lange begehrte. Nun hat die kleine und handliche Japanerin den ersten Film (Fujifilm Superia 1600, exp. 11/11) hinter sich und da es derzeit sehr früh dunkel wird, durfte sich sie auch gleich beweisen im NATURA-Modus, der die Fotografie bei vorhandenem Licht unterstützen soll.

Dockland

Während ich also früher, vor nicht allzu langer Zeit, ein sichereres Gefühl hatte, wenn ich gerade bei Dunkelheit meine digitale Sigma DP1s dabei hatte, so stellt sich nach Sichtung der ersten Bilder aus der Klasse S eine gewisse Beruhigung ein. Man kann sich also auch bei Dämmerung und noch etwas später aus der Hand geschossen auf die Analoge verlassen. Vom Stativ her zu schießen, war keine Kunst, aber aus der Hand – ohne die Chance, zu kontrollieren, ob verwackelt oder nicht – das wollte ich mir nicht so recht zutrauen – bis jetzt.

Es mag ein ernüchternder, ein trockender Exkurs über Befindlichkeiten bei der Vollziehung von Selbstverständlichem sein, aber für den Autoren dieser Zeilen ist es doch *schluchz* eine bemerkenswerte Einsicht – gerade oder obwohl die analoge Fotografie bei viel Licht ihm nicht neu ist. Man kann es auch auf Punkt bringen: die Fujifilm Klasse S ist kein iPhone-Killer, sie ist eine ganz andere, eine geilere Liga als die ausgerufene Revolution der Point-and-shot-Fotografie. Wer das nicht versteht, sollte schauen, was die selbsternannten Meinungsführer zur Kamera des iPhone 4S bloggten …