Sigma stellt DP1 & DP2 „Merrill“ vor

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Während die vernetzte Fotografenwelt sich den Kopf darüber zerbricht, ob die immensen Pixelmassen der Nikon D800 nötig sind und aufjault, dass die Nikon D4 erst verspätet lieferbar ist, während Olympus die OM-D vorstellt und viel Beachtung findet und während Sigma reichlich Spott erntet für die Preissenkung bei der SD 1 von 7500 auf 2000 Euro – während dieser unruhigen Zeiten droht die Ankündigung von Sigmas neuen Kompakten DP1 & DP2 „Merrill“ etwas unter zu gehen und das gefällt mir nicht.

Als früherer Besitzer einer DP1s freut es mich natürlich, dass die Kamera wieder einmal schön puristisch daher kommt, das Objektiv steht etwas weiter heraus, aber der Stil ist identisch geblieben, was die Sigma von den Mitbwerbern doch ein wenig absetzt. Ich bin mal auf die Haptik gespannt und auch auf den Preis, den der japanische Hersteller vorerst ebenso wie den Termin der Auslieferung für sich behält.

Die neuen Kompakten haben nun offenbar den Sensor der SD 1 bekommen, der laut Hersteller über 46 effektive Megapixel (4.800×3.200×3 Schichten) und 44 aufnehmende Megapixel (4,704×3,136×3 Schichten) verfügt – da hier von drei Schichten gesprochen wird, darf man also von knapp 15 Megapixeln nach herkömmlicher Zählweise ausgehen, was deutlich brauchbarer klingt als jene etwa fünf Megapixel bei den Vorgängern, wenngleich es an der Klarheit und Dynamik der Aufnahmen wenig zu meckern gab.

Neu gerechnete Festbrennweiten kommen ebenfalls zum Einsatz. In der Pressemitteilung heißt es: Die speziell für die SIGMA DP Merrill Serie entwickelten Objektive wurden konstruiert, um die Sensorleistung auszuschöpfen. An der SIGMA DP1 Merrill kommt ein 19 mm F2,8 Objektiv, äquivalent 28 mm an einer 35 mm SLR Kamera, und an der SIGMA DP2 Merrill ein 30 mm F2,8 Objektiv, äquivalent 45 mm an einer 35 mm SLR Kamera, zum Einsatz. FLD (“F” niedrige Dispersion), das die gleichen Eigenschaften wie Fluoridglas besitzt und blankgepresste asphärische Linsen korrigieren Abbildungsfehler. Das überragende telezentrische optische Design verbessert die Bildqualität über das gesamte Bildfeld durch die Informationsübermittlung von Daten zum Sensor. Die Super-Multi-Layer Vergütung reduziert Streulicht und Geisterbilder auch unter schwierigen Lichtbedingungen, wie etwa Gegenlicht.

Auch soll die Geschwindigkeit der DP1 und DP2 „Merrill“ höher geworden sein, was die Alltagstauglichkeit verbessern dürfte. Die DP1s war für Stadtimpressionen, für Architektur, Landschaften und ähnliches eine sehr gute Kamera, aber der langsame Autofokus und der lange Speichervorgang machten sie als Schnappschusskamera kaum tauglich. Sobald ich weiß, wie man die Firma Sigma erweichen kann, eine Testkamera zur Verfügung zu stellen, werde ich mich bemühen. Sehr.

Verweisen möchte ich noch auf die kleine Webseite zu den beiden Kleinen.

2 Kommentare

  1. Wenn du eine Antwort von Sigma kriegst darfste dir bereits auf die Schulter klopfen. Aber ich drück dir die Daumen, schließlich interessiert mich der Foveon-Sensor auch ziemlich.

  2. Kusko sagt

    Ich bin sehr gespannt, wie es sich so macht mit einem solchen Sensor in einer Komkaten wie einer Sigma DP. Auch auf die Verbesserung der Geschwindigkeit, denn der Chip muss ja ohnehin mehr leisten als vorher.

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