Leica hM …

Photographie

Am heutigen Abend hat die Leica AG in Berlin gezeigt, was sie in nächster Zukunft an das zahlungskräftige Klientel zu bringen gedenkt, denn die Kameras der M-Serie sind für den „normalen“ Fotofreund längst nicht mehr bezahlbar. Neu auf dem Markt ist nun die M Monochrom – eine digitale Messsucherkamera, die nur Schwarz-Weiß-Fotos aufnehmen kann.

„Die Schwarz-Weiß-Fotografie ist so populär, wie nie zuvor. Als besonders Stilmittel hat sie bis heute nichts von ihrer Faszination verloren, auch für die jüngere Fotografen-Generation. Darin bestätigen uns die vielen monochromen Bilder aus unserer M-Community, mit der wir im regen Austausch stehen. Mit der M Monochrom bieten wir nun erstmalig ein Werkzeug, dass es ermöglicht, sich in der digitalen Welt konsequent und authentisch mit der Schwarz-Weiß-Fotografie auseinanderzusetzen. Der echte S/W Sensor der Kamera eröffnet dabei einen enormen technischen Vorteil, der sich in einer unfassbaren Bildqualität auswirkt“, so Jesko von Oeynhausen, Produktmanager für das M-System bei der Leica Camera AG in der Pressemitteilung des Unternehmens über die 18 Millionen-Pixel-Kamera. Im Augenblick bin ich ja noch der Überzeugung, dass – wenn es schon digital sein soll – auch die Nik Software Silver Efex Pro 2 beste Dienste leistet, zumal die Monochrom mit 6800 Euro noch einige hundert Euro mehr kostet als die „normale M9-P“.

Wer über derartige Preise nur müde schmunzeln kann und noch die achte Geldanlage sucht, ist vermutlich sehr gut bedient mit der Leica M9-P »Edition Hermès« -Série Limitée Jean-Louis Dumas, deren Gehäuse vom Automobildesigner Walter de’Silva meiner Ansicht nach ausgesprochen geschmackvoll gestaltet wurde ohne die einer Leica typischen Formsprach zu verleugnen. Das sehr weiche Leider umschmeichelt nicht nur das Gehäuse, auch der mitgelieferte Gurt soll – aus diesem edlen Material gemacht – die Sinne streicheln. Das etwas kostspieligere Set kommt nicht nur in einer gewiss sehenswerten Hermès-Kameratsche, auch die Traumlinsen Leica Summicron-M 1:2/28 mm ASPH., Leica Noctilux-M 1:0,95/50 mm ASPH. sowie ein Leica APO-Summicron-M 1:2/90 mm ASPH sind dabei. Auf 100 Exemplare begrenzt kostet der Spaß 40.000 Euro. Wäre die Lottofee doch nur einmal so richtig gütig …