Der Superzoomer DSC-HX200VB

Test

Ich hatte schon breit, aber wohl nicht erschöpfend berichtet von dem kleinen Ausflug nach Düsseldorf, den Sony mir und anderen geschätzten Blog-Kollegen hat angedeihen lassen. Natürlich wurden uns dabei auch Produkte, zum Glück Kameras, gezeigt und da liegt es nahe, dass ich einmal meine Eindrücke von der DSC-HX200VB hier skizzieren. Zuerst, weil ich diese Kamera zuerst in die Finger bekommen habe.

Ich griff mir also eine HX200, weil ich etwas in Sorge war, dass die kleine 20er in meinen großen Händen nicht den nötigen Halt finden würde. Die Bridgekamera sieht auf den ersten, zugegeben flüchtigen, Blick ein wenig wie eine klassische Spiegelreflex aus und kommt auch in ähnlichem Format her, nur mir einem unglaublichen Zoom in kompakten Abmessungen. Dieser optische Zoom, welcher digital auf Datenbankbasis nochmals deutlich erweitert wird, ermutigt durchaus dazu, Portraits aus 50 Metern zu schießen und dann fühlt man sich schon wieder ertappt. Prima ist es bestimmt, wenn Papi die lieben Kleinen von seinem Sitzplatz auf der Bank im Park beim Spielen am Ende der Wiese im Blick behalten möchte.

Wenngleich man bei Sony betont, dass diese Kamera für den lernwilligen Einsteiger gemacht ist, fiel es mir doch recht schwer, mich in eben diesen Urlaubsdokumentaristen hinein zu versetzen und es waren mir auch zuviele Funktionen an Bord. Vor lauter Effekten, die gewiss sehr kurzweilige Ergebnisse liefern, habe ich – auch mit Gunthers Hilfe – fast zehn Minuten auf dem Weg in den Japanischen Garten gebraucht, um die ISO-Zahl selbst einzustellen. Manch einer mag nun mahnen, dass man die Bedienungsleitung hätte konsultieren können, doch halte ich es mit dem großen Philosophen Tim Taylor, der sagte, „real men don’t need instructions“. Insgesamt gesehen ist mir der Zoom und die Fokussierung besonders im Telebereich aber zu langsam, um mich ins Bridgekamera-Boot zu holen und auch die vielen Funktionen schrecken mich eher ab, aber das ist absolut Geschmackssache. Wer in die Nachbearbeitung wenig bis keine Zeit investieren möchte, wird hier gewiss fündig, ich tauche nur ungerne in Menues ein.

Japan

An der Bildqualität gibt es nichts zu meckern und man kann auch mit der Schärfe ganz passabel herumspielen, wenn man sich die Zeit nimmt, dem Fokus seinen Willen aufzudrängen. Was vermutlich nicht nur für den Urlauber sehr interessant ist, ist das eingebaut GPS-Modul, welches die Koordinaten sehr genau aufzeichnet, wenn man es doch wünscht. Mir selbst hat dieses Feature noch nicht so sehr gefehlt, fotografiere ich doch noch viel analog, aber man hört und liest ja immer wieder, dass der eine, der andere oder der Typ, den der Bruder seiner Freundin kennt, seinen Standort gerne mit dem Bild gespeichert hat, wie hier bei der Teutogeisha.

Teutogeisha

Ach ja, es gibt neben subjektiven Eindrücken natürlich noch Zahlen und Fakten, die ich der hochgeschätzten Leserschaft freilich nicht vorzuenthalten gedenke. Das Cyper-shot Topmodel kommt mit einem Exmor R CMOS Sensor mit effektiv 18,2 Millionen Pixel, das Carl Zeiss Vario Sonnar T* startet bei 4,5 mm im Weitwinkelbereich und hat einen 30fachen optischen Zoom, der auf 60fach digital aufgebohrt wurde – Stichwort: Klarbild Zoom. Das entspricht einem Zoombereich (in KB) von 27-810mm.

Außerdem an Bord ist die u.a. aus der NEX bekannte Panoramaautomatik, die ISO-Zahl geht bis 12.800, Verschlusszeiten sind möglich zwischen 4s und 1/4.000s, es gibt einen kleinen Pop up Blitz, Videos werden in AVCHD 1920x1080p mit 50 Bildern die Sekunde aufgezeichnet und bei amazon ist sie für 441,13 Euro zu haben. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 499,90 Euro.

Im nächsten Beitrag kommen wir zur Sony NEX-F3. Wohlwollend.