Siebzehn Jahr, grüner Rahmen

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Untitled

Zum Glück steht kein weiteres Fahrrad in meinem Keller, welches nicht nur meiner Zuwendung, sondern auch jener meines Kumpels Patrick und des Schraubers des Vertrauens, Hauke, bedarf. Ein Glück, weil ich für noch ein Fahrrad keine Verwendung habe und das Budget nun auch wirklich langsam aufgebraucht ist. Nachdem ich also das so lange verschmähte Rennrad wieder habe auf Vordermann bringen lassen, sollte auch die im Sommer 1995 gekaufte MTB-Gurke wieder schön werden und sie wurde es.

Vorher

Es hatte viel draußen gestanden in den letzten Jahren, Wind und Wetter getrotzt und zwar schon zuletzt mit einer Hydraulik-Bremse und einem Gepäckträger den Bedürfnissen angepasst, doch den großen Schritt – das Rad mal wieder „richtig schick“ zu machen – hatte ich nie so wirklich geschafft. Als nun der Zweiradaktionismus noch anhielt, beschloss ich, den Bestrebungen Taten folgen zu lassen.

Nackt

Das Rad wurde also auseinander gebaut und zum anempfohlenen Lackmann in HH-Lokstedt gebracht, der die alte Pulverbeschichtung entfernte und dann den Rahmen in moosgrün sowie die Gabel in weiß neu beschichtete – schließlich sollte der zweirädrige Phönix ein wenig erinnern an meinen Mini Cooper, den ich wie das Rad Mitte der 1990er Jahre gekauft hatte. Wo ich schon kein Auto mehr besitze, darf man zumindest zitieren.

Ankleidezimmer

Nachdem ich Steuersatz und Kurbel bei „Tool Bikes“ habe einbauen lassen, ich daheim die Räder und unter Fluchen die Magura-Bremsen angebaut hatte, schaffte ich den Rest zu Patrick und wir komplettierten den Stahlrenner in seiner Küche. Wir machten dann noch einige Bikeporn-Fotos (auch mit Fahrer!) in der Hood und ließen die Bremsleitungen und die besonders kniffligen Abschnitte der Schaltungsjustierung übrige für Hauke. Hier wird nämlich eingebunden und so.

Posing mit langen Zügen

So sieht der „Raleigh Cooper“ aus Nottingham und Altona also mit zu langen Leitungen aus – noch bevor ich dazu komme, irgendwelche praktischen Anbauten zu tätigen. Ein Fahrrad mit Schutzblechen wäre zum Beispiel in Hamburg echt nicht doof, aber auch nicht ganz so dings.