Fujifilm X-Pro 1 – der erste Eindruck

Photographie

The Fuji Brothers

Nun ist sie wieder gut verpackt zurück zu Fujifilm nach Kleve gegangen: die X-Pro 1, die man mir freundlicherweise für einige Wochen zum Testen überlassen hatte und wenngleich der Wettergott mit dem ewig steifen Mittelfinger durch die Gegend gelaufen ist, habe ich doch Gelegenheit gehabt, das neue Modell der Japaner recht gewissenhaft unter die Lupe zu nehmen. In diesem Beitrag möchte ich also meinen ersten Eindruck skizzieren, in einem weiteren Post soll dann die Adaption von Objektiven für das M-Bajonett näher betrachten.

Nata

Wie von der X100 gewohnt kommt die X-Pro 1 haptisch durchaus überzeugend daher und dennoch für ihre Größe überraschend leicht, immerhin steht sie meiner Zeiss Ikon ZM und damit auch einer Leica M in der Größe nicht wirklich nach. Das Gehäuse ist recht kantig und kann Anleihen an die Fuji TX2 nicht ganz verleugnen. Alles in allem macht sie einen sehr guten Eindruck und die Kenner der X100 werden erfreut feststellen, dass das Bedienkonzept zwar bekannt, die Bedienknöpfe aber nicht nur hochwertiger, sondern auch etwas größer und damit viel leichter zu treffen sind.

Vaurel

Mitgeliefert wurden mir das 1.4/35mm und das 60mm Macro, wobei ich zumeist die Normalbrennweite angesetzt hatte und doch überrascht war, welch ein schönes Bokeh diese Leichtgewicht produzierte, wie oben am Nata-Törtchen bei Offenblende zu sehen. Bei einem solchen Süßspeisen-Schnappschuss von Komposition zu reden, ist schon fast anmaßend, aber ich habe das Törtchen ganz problemlos im optischen Sucher gefunden. Das zweite Foto hier im Beitrag habe ich dann über das Display aufgenommen – ich wollte ja ganz besonders unauffällig wirken. Ich hätte es aber noch ein bisschen heißer gefunden, wenn ich das Display hätte hochklappen können – das war mir dann aber nicht vergönnt.

Wenngleich ich mit dem Makro, das erst ab 17cm scharf stellte, nicht viele Fotos gemacht hatte, weil ich mit der Brennweite am Crop (1,5) in diesen Wochen nicht soviel hatte anfangen können, kann ich doch sagen, dass die Abbildungsleistung eine gute ist – nur die Bilder, die ich gemacht hatte, waren derart belanglos, dass ich sie nicht einmal zu Anschauungszwecken zu publizieren gedenke.

Rummelfrei

Eine offensichtlich stets spannende Frage ist die Geschwindigkeit des Autofokus und nachdem die X100 nicht sehr schnell ist, hätte man annehmen können, dass der große Bruder es schneller kann, zumal die Mitbewerber Sony NEX-7, so sagt man, und Olympus OM-D, das weiß ich, verdammt schnell sind. Die X-Pro 1 hält sich da gewissenhaft an das japanische Sprichwort „Isogaba maware“, welches in etwas mit „Eile mit Weile“ zu übersetzen ist. Der Fokus wird gefunden, nach einem kleinen Weilchen. Eine Randnotiz darüber hinaus: die Umschaltung zwischen Nahbereich und dem Rest hat immer noch manuell zu erfolgen. Dafür aber ist die Naheinstellgrenze mit 10cm aber auch eine bemerkenswerte.

Lesen Sie im nächsten Teil der X-Pro 1-Reihe vom tollen Novoflex-Adapter, von Randunschärfen und Knöpfen! Und bei Fragen einfach fragen!

5 Kommentare

  1. Ich hatte am Wochenende einige ähnlicher Kameras zum Testen am Auge. Ich habe leider nicht mehr auf die Bezeichnungen geachtet, wollte nur mal so einen haptischen Eindruck haben. Mir ist aufgefallen, dass alle Kameras nach dem Auslösen eine gewisse Zeit brauchten, um das Bild weg zu schreiben. In der Zeit war kein „Nachschuss“ möglich. Wie sieht das bei der X-Pro 1 aus?

  2. Stephan sagt

    Wahnsinnig schnell ist sie nicht.

    Ich sammle die Fragen nun erstmal und arbeite das vermutlich in den nächsten Post zur Fuji mit ein.

  3. Hallo Stephan,

    ich bin ja erst spät (12/2013) auf den Fuji X-Pro 1 Zug aufgesprungen, habe mich aber auf den zweiten Blick verliebt in diese Kamera. Auf den zweiten Blick heisst mit schnellerer SD-Karte (95 MB/s) und aktualisierter Firmware. Ja, so macht die Lady mir jetzt Freude. Schnell genug ist sie mir nun. Diese anmutige Schönheit, ihre Leichtigkeit, das Schnörkellose, die pure Konzentration auf die Fotografie… ich liebe diese Kamera für das was sie ist….

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