Die Beantwortung der M-Frage 2/3

Photographie / Test

Chromedingle

Nachdem wir – als gemeinsame Leistung von Textproduzenten und Rezipienten – im ersten Teil der Fragenbeantwortung behutsam in die Materie eingestiegen sind, arbeiten wir nun die fett überschriebenen nachfolgenden Punkt ab, um schließlich im dritten Teil zu einem Ergebnis zu kommen.

Die Adaption – Hardware

Gehen wir also gleich in medias res und betrachten die Adaption der M-Bajonett-Linsen. Ich habe zur Fuji freundlicherweise einen passenden Adapter von der Firma Novoflex zur Verfügung gestellt bekommen, dieser umfasst leider nicht die Fuktionen, die der von den Japanern selbst entwickelte Anschluss (Info auf digitalkamera.de) bieten soll. Da diese aber keine grundsätzliche Änderung beinhalten, aber fraglos einiges an Komfort bringen soll, verfälscht mein Ansatz die Untersuchung kaum. Ebenfalls ein Novoflex-Adapter kam bei der Sony zum Einsatz, wobei der Kamerahersteller auch selbst kein derartiges Angebot für das Bajonett in seinem Portfolio hat. Schließlich kam ich bei der Ricoh ohne Adapter aus, denn das Modul A12 ist bereits mit diesem Mount ausgestattet.

Die Ausschnittsvergrößerung

Alle drei Bewerber bieten eine Ausschnittsvergrößerung, um den Fotofreund beim Fokussieren zu unterstützen. Nachdem ich diese Funktion bei Fuji nach einer kurzen Recherche griffgünstig für den rechten Daumen auf dem Stellrad gefunden hatte, konnte ich also die Schärfe überprüfen, bei Ricoh musste ich ebenfalls die Dokumentation bemühen, war aber ganz angetan davon, dass ich auf dem Display die Mitte des Bildes vergrößert hatte und ich drumherum immer noch den gewählten Bildausschnitt im Blick hielt. Alleine bei der Sony habe ich mit den Augen nicht lange suchen müssen, aber der nicht erhabene Knopf unten rechts, der zwei Stufen bietet, ist tastend nur schwer zu finden.

Ricohs partielle Vergrößerung

Ausschnittsvergrößerung in der Mitte des Displays (GXR)

 

Das Focus-Peaking

“Ham wir nich”, erklärt einem die X-Pro 1 und laut Brandon Remler scheint das auch beim neusten Firmware-Update nicht zu kommen. Hier können die Mitbewerber also punkten. Sony bietet den Benutzern verschiedene Farben und Stärken und so kann man sich die Hilfestellung sehr individuell einrichten. Auch Ricoh bietet das Peaking – in zwei unterschiedlichen Varianten – an und ich habe den Eindruck, den subjektiven Eindruck, dass ich mit der GXR in diesem Fall besser zurecht komme – zumindest sitzt die Schärfe bei f1.5 genauer. Das können Bedienungsfehler meinerseits sein, es kann aber auch endlich mal an der Ausrüstung liegen. Mein Gefühl bei der Ricoh ist das bessere.

Windy Waterkant

f2, Sony NEX-7, Carl Zeiss Sonnar 1.5/50mm

 

Der elektronische Sucher

So mancher wird einwenden, dass die Fuji über einen Hybridsucher verfügt, aber wenn man mit den adaptierten Scherben arbeiten möchte, wird man auf den EVF ausweichen müssen und das ist durchaus verschmerzbar, denn es ein guter Sucher. Eben solches Lob verdient sich auch Sony während Ricoh sich den elektronischen Aufstecksucher VF-2 mit rund 200 Euro zusätzlich bezahlen lässt und da er kaum mehr als ein kleines Mäusekino in der Tiefe des kleinen Raumes ist, würde ich mir dieses Investment bei einem Stück Kuchen ein zweites Mal überlegen.

Light Shine Natalie

f1.5, Ricoh GXR, Carl Zeiss Sonnar 1.5/50mm

 

Das Display

In verschiedene Positionen klappen lässt sich nur das Display der NEX-7 – die beiden anderen Kameras verzichten auf diese mögliche Annehmlichkeit. Das würden Makrofotografen vermutlich als dicken Makel markieren, ich finde es nun zunächst einmal schade. Ricoh kann den Enttäuschten dabei immerhin das klappbare Mäusekino VF-2 anbieten. Die Qualität der Displays ist durchgehen gut. Ein 3″ TFT-LCD-Monitor ist bei den drei Protagonisten Standard, Fuji liefert dabei 1.230.000 Bildpunkte, Sony bietet derer 921.600, Ricoh kaum weniger mit 920.000.

Teil 3/3 schließlich hält bereit …

  • The Winner is …
  • Der Blick über den Tellerrand hinaus
  • Dank
  • Weiterführendes

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