Sony RX1 angekündigt (mit Hands On Video)

Photographie / Test

Da hatte ich ja nicht zuviel riskiert, als ich das erste Gerücht über eine kompakte Vollformat auf dem Blog gepampt hatte, denn die Sony RX1 ist heute nun offiziell für Dezember angekündigt worden und lässt so manchen „Wahnsinnigen“ in die Tiefen des Sparschweins schauen, ob sich darin vielleicht doch die 3099,00 Euro finden, die die Japaner hierzulande für das 113,3 x 65,4 x 69,9 mm große und 482 g schwere technische Dings verlangen.

Die Kamera hat den auch in der neuen SLT a99 verbauten Vollformatchaip mit 24,3 Megapixeln verpasst bekommen und dazu ein Sonnar-Objektiv von Carl Zeiss mit einer Festbrennweite von 35mm und einer maximalen Blendenöffnung von f2. Der ISO-Bereich liegt zwischen 100 und 25600, im „Expanded“-Modus sollen ISO 50-102.400 möglich sein. Fünf Bilder lassen sich pro Sekunde in Serie schießen. Dass die RX1 über Motivprogramme und Bildeffekte verfügt, halte ich für verschmerzbar, aber völlig überflüssig. Mögen sie sehr tief im Menü verborgen sein.

In der Grundausstattung hält die RX1 nur das große und helle Display als sucher bereit, doch damit muss man sich nicht abfinden. Neben dem optional erhältlichen elektronischen Sucher FDA-EV1MK sind auch ein optischer Sucher FDA-V1K, ein starkes Blitzgerät, ein aufsteckbarer LCD-Monitor und eine elegante Ledertasche LCJ-RXB als Zubehör erhältlich.

Alles in allem eine gewiss interessante Kamera, die sich zunächst einmal messen lassen muss mit der Fuji X100 und der Leica X2, den beiden digitalen Festbrennweiten am Markt. Dass eine Festlegung auf 35-40mm praktikabel ist, haben zu analogen Zeiten schon andere Hersteller, wie zum Beispiel Konica, Canon, Minox oder Rollei eindruckvoll bewiesen – ob es in der hohen Preisklasse gelingt, bleibt abzuwarten, ebenso, wieviele mögliche Leica M-Kunden man ködern kann.