Leica M vorgestellt

Photographie

Kenner der Kamerawelt werden jetzt vermutlich meinen, dass es die Leica M schon gibt und meinen damit gewiss die Reihe Messucherkameras, die seit Jahrzehnten weiterentwickelt werden und das mit höheren Zahlen hinter dem M kenntlich machen. Nun hatten wir gerade die M9 und es wäre Zeit für die M10, doch anstatt nun zweistellig zu werden, wird auf die Ziffer hinter dem M fortan verzichtet.

Die Leica M. Erstmals ausgestattet mit einem neu entwickelten CMOS-Bildsensor und Funktionen wie Live-View, Full-HD-Video sowie zusätzlichen Fokussier-Methoden ist sie die bislang vielseitigste Leica Messsucherkamera und setzt neue Maßstäbe, so die Presseabteilung des Unternehmens zu der Anfang 2013 für 6200 Euro in schwarz und silber erhältlichen Kamera.

Zusammen mit CMOSIS hat Leica einen Vollformatsensor mit 24 Megapixeln eingebaut, der natürlich für die M-Objektive obptimiert ist, aber auf für die adaptierbaren Linsen der R-Reihe, was einige Fotofreunde gewiss mit großer Freude vernehmen werden. Und spätestens hier kommt die neue Fokussierhilfe, die ich ja bei der alleinigen Nutzung am M-Bajonett für verzichtbar gehalten hätte, ins Spiel.

Der neue „Live-View-Zoom“ ermöglicht eine bis zu 10-fache Vergrößerung für die volle Kontrolle der Schärfe bei Motivdetails oder der Naheinstellgrenze. Hinzu kommt der „Live-View-Fokus-Peaking“. Hier werden zur bequemen Fokuskontrolle Kanten automatisch mit roten Linien markiert. Anhand der Darstellung der Kanten lässt sich die Fokussierung dann exakt beurteilen. Über das Fokus-Peaking hatte ich ja schon zuletzt in meinem Dreiteiler (1) (2) (3) zur M-Scherben-Adaption geschrieben. Man darf gespannt sein, wie Leica das gelöst hat. Möge ich einst ein solches Gerät in die Finger bekommen. Der Kauf erscheint mir zunächst ausgeschlossen.

Ich hatte die Leica noch in der Gerüchtephase, als ich an Live-View und Full-HD-Videos dachte, einst als „Oligarchen-Knipse“ tituliert  und ich halte derartige Ausstattungsmerkmale auch nach der offiziellen Verlautbarung für irgendwie beliebig. So verkommt der Messsucher so ein bisschen zum „nice to have“, zum Gimmick, dabei ist es viel mehr. So kann ich auch auf eine gute Vollformat-Systemkamera für einen Bruchteil des Preises warten oder die schlanke Leica M-E mit „bewährtem“ Sensor für 4800 Euro kaufen.

Wer mehr über die M erfahren möchte, findet es bei Leica:
http://de.leica-camera.com/photography/m_system/m_new/

http://de.leica-camera.com/photography/m_system/m-e/

1 Kommentare

  1. Man bist Du schnell beim Bloggen ich musste das Teil erstmal verdauen. Klar der Preis ist schon sehr teuer aber was ich gerüchterweise vorher gehört habe (+10k €) ist er wieder „billig“. Nettes Teil bin mal auf die ersten high Iso Bilder gespannt. So ist sie wie ein Ferrari oder Carrera GT sehr sehr schön nur unerreichbar. LG Daniel

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