Hasselblad Lunar – the pimped NEX-7

Photographie / Test

Es schien eine der großen Sensationen zu werden: der Blätterwald munkelte, die verdammte Szene prügelte auf die Sparschweine ein und nachdem Leica die M zu einem hohen Preis angekündigt hatte, wollte man bei Hasselblad wohl nicht abseits stehen und und bringt eine mit edelsten Materialien aufgepimpte Sony NEX-7 heraus, die den ersten Meldungen nach 5000 Euro kosten soll und sich, nur mit einem Crop-Sensor ausgestattet, preislich über der Leica M-E positioniert.

Ich kann mir nicht helfen und muss immer an den Aston Martin Cygnet denken: ein Stadtflitzer mit edelster Ausstattung, aber in der Tiefe seines Herzens ist und bleibt dieser kleine Nobelhobel ein Toyota iQ. Am Ende darf ich also das Prädikat „Oligarchen-Knipse“ mit Fanfaren, Konfetti und Freibier weiterreichen an die Hasselblad Lunar, die auf den ersten Fotos übrigens abgebildet ist mit Sonys mittlerweile betagten 18-55mm Kit-Zoom, was wirklich bitter ist.

http://www.engadget.com/2012/09/18/hasselblad-lunar-mirrorless-camera-hands-on/

2 Kommentare

  1. Zappel sagt

    Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Den Begriff Oligarchen-Knipse höre, respektive lese ich zum ersten Mal. Wieder etwas gelernt.

    Bei obiger Kamera vereinen sich für mich zwei Faktoren, die mich vom Erwerb eines solchen Mischlings abhalten würden.

    Ein Hersteller, dessen Produkte ich mir nicht leisten kann und ein Hersteller dessen Produkte ich mir nicht leisten will. So schnell kann man 5000€ sparen. ;-)

    P.S. Man könnte meinen, ich reagierte nur auf Sony bezogene Artikel. Dem ist mitnichten so. Ich lese alle Ihre Beiträge und finde Ihre Portraits toll fotografiert, aber nicht nur die, andere Fotos auch.

  2. Stephan sagt

    Den Begriff hatte ich am Tage zuvor der neuen Leica M angehaftet – so schnell ändert es sich heutzutage. Es ist eine schrecklich schnelllebige Zeit. ;-)

    Die Abneigung gegenüber Sony wurde ja schon skizziert, aber der Hintergrund liegt im Dunkel wie Köln bei Stromausfall.

    Ich darf dennoch danken für die freundlichen Worte meine Portraits betreffend. Wirklich viele habe ich ja noch nicht gezeigt.

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