Sony NEX-6 in Berlin (updated)

Bloggerkram / Photographie

Am Freitag war ich mit der Bahn aus dem regnerische Hamburg ins regnerische Berlin gefahren, um einen Tag teilzunehmen am von Sony tatkräftig unterstützten Alpha Festival. Am Potsdamer Platz angekommen, stellte ich an der Anmeldung fest, dass Sony einen kleinen possierlichen Schalter eingerichtet hat, wo die Interessierten sich Kameras und Objektive leihen konnten. Seit dem Verkauf meiner Fuji X100 war ich also nur zu gerne bereit, um aus Händen einer hinreissenden Dame des Marketings entgegenzunehmen eine Sony NEX-6. Gewiss hätte sie mir auch eine Vollformat-SLT a99 überlassen, aber das war nicht mein Begehr am Tage des kleinen Gepäcks.

Geduldiges Lächeln

Der erste Eindruck des in Thailand hergestellten Bodys ist dann auch ein guter. Haptisch überzeugt der Body absolut, die Kamera liegt mit dem großen Griff ausgezeichnet in der Hand, die Gummierung vermittelt ein wenig Sicherheit und die Bedienung wirft keine Fragen auf, wobei ich ja schon seit geraumer Zeit eine NEX-3 besitze und über die Grundzüge der Nutzung orientiert bin. Zu erwähnen ist hier am prominenten Rande noch der schöne Klang der Auslösung. Während die 3er noch eher jämmerlich wimmert, klingt die 6er schon nach Lichtbildaufnahmegerät.

Berlin Balls by Stephan Spiegelberg (kagamiyama) on 500px.com

Soweit vorbereitet machte ich mich also per pedes auf den Weg durch die nasse Metropole und schraubte das neue, wenn auch kompakte, Kit-Objektiv ab – ich hatte größeres vor und verpasste der Kamera mein Sonnar 1.5/50mm von Carl Zeiss während die 3er mit einem Minolta 2.8/24mm ausgestattet blieb. In meiner kleinen Black Label Bags Oskar’s One Day Bag Mark II blieb trotz zweier Kameras sogar noch etwas Platz.

Am Rande der Geschichte

Ich marschierte dann also zunächst zu meinem Hotel unweit des Potsadamer Platzes, von da weiter über Brandenburger Tor, Reichstag, Friedrichstraße, Museumsinsel bis zum Alex – dabei immer fest im Blick den Berliner Fernsehturm, an dem ich an jenem Tage einen wahren Narren gefressen zu haben schien.

Detailaufnahme

Wenngleich das Wetter und der Berliner Veranstaltungskalender mit dem Bauboom und Dings so ein wenig auf die Inspirationsbremse traten und ich mich dabei ertappte, „Street“ fotografieren zu wollen, muss ich doch sagen, dass die kurze Affäre mit der NEX-6 mich zumindest soweit beglückte, dass ich a) den Verkauf meiner X100 nicht gleich wieder bereute und b) darum ersuchen werde, den kleinen Racker von Sony sehr zeitnah noch einmal für einige Tage zu bekommen, um auch die Interaktion mit Smartphone und Tablet auszutesten. Das einzurichten, war mir ob der Kürze der Zeit nämlich nicht möglich, wäre aber ein Kaufargument, wenn es mich überzeugt.

Danken möchte ich hier auch den vielen Sony-Freunden und Innen, die einem das gute Gefühl gegeben haben, willkommen zu sein, obwohl ich etwas neben mir stand. ;-)

Update: Bild ooc in Originalgröße, NEX-6, Zeiss 1.5/50

2 Kommentare

  1. Auf deine weiteren Tests bin ich gespannt (vorausgesetzt Sony bedient dich wieder). Sehr lange war ich nämlich mit meiner Nex-3 glücklich, möchte aber langsam etwas, das einen zumindest annähernder Ersatz für die a850 auf Reisen darstellt.
    Hast du auch ein wenig mit der Kit Linse fotografiert? Mich würde die AF Bedienung interessieren… ob sie sich ähnlich intuitiv anfühlt wie bei der großen Sony? Steuerkreuz für die Punktauswahl gibt es zumindest keines. Und lässt sich der AEL Schalter zu einem AF/MF Switch umprogrammieren?

  2. Stephan sagt

    Ich hoffe doch, dass Sony mich bedient. Schließlich habe ich das Gerät vorbestellt. ;-)

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