Nach einer Woche mit der Sony NEX-6

Photographie / Service / Test

Es ist sogar schon etwas länger als eine Woche her, dass der lustige Paketbote die Sony NEX-6 (amazon-Link) an mein Krankenlager gebracht hatte, doch im Wartezimmer meines Hausarztes wollte ich dann doch keine Portraitrunde versuchen und gab mich zunächst den Einstellmöglichkeiten hin, was ich als fundiertes Studium der Kamera verstanden wissen will.

Ich habe also zunächst einmal, nachdem mir die NEX allgemein und die 6er aus Berlin insbesondere nicht ganz unbekannt ist, die auffälligste Neuerung ausprobiert und das schien für mich die W-LAN-Option. Ich bin gewiss ein ungeduldiger Zeitgenosse und glaube an den Worte von Tim Taylor, der einst sagte, dass echte Männer keine Anleitungen brauchen, doch es gelang mir dann doch, das Sucherbild auf mein iPhone zu bekommen und damit auch auszulösen. Es geht aber nicht ganz so flüssig von der Hand, wie ich mir das in meinen Träumen ausgemalt habe. Manchmal will die Verbindung einfach nicht klappen. Als Spielerei verschmerzbar, im Einsatz beim Shooting ein Ärgernis. Ich werde mich dazu zeitnah wohl noch einmal belesen müssen, aber grundsätzlich funktioniert es ja.

Den ersten Härtetest hatte die Kamera Anfang dieser Woche bei der großen Sauerei mit Paddy in HafenCity und Speicherstadt. Hier habe ich die 6er ausschließlich mit Objektiven für das M-Bajonett genutzt und auch mit nur wenig Übung gelang es schon sehr gut, hier – ohne sich zu sehr auf das Peaking zu verlassen, das meiner Erfahrung nach bei Ricoh immer noch besser ist – scharfe Ergebnisse zu landen. Ich habe hierzu die MF-Unterstützung auf die AEL-Taste gelegt, die gut erreichbar ist.

Was heute ein wenig der Kälte, weil Mütze vergessen, und dem Himmel, weil nicht sichtbar, zum Opfer gefallen ist, ist die Verwendung meiner alten Minolta AF-Objektive via Sony LA-EA2 Objektiv-Adapter (amazon-Link). Während mich der LA-EA1 noch sehr enttäuschte, wird mit dessen Nachfolger erstaunlich schnell fokussiert, so dass ich hier keinen Nachteil gegenüber einer Crop-SLT sehen kann.

Ich nutze die NEX-6 derzeit jedoch zumeist mit dem Sigma 30 mm F2,8 EX DN-Objektiv (amazon-Link) und bin mit den Bildergebnissen schon sehr zufrieden, allerdings könnte es gerne noch etwas weitwinkliger sein, doch Sigma bietet derzeit alternativ nur ein Sigma 19 mm F2,8 EX DN- (amazon-Link) an, welches mir dann doch etwas zu weit ist. 24mm oder 25mm wären schön, wobei es ein Zeiss von Sony – Sony SEL24F18Z (amazon-Link) – gibt, das dann aber doch etwas kostspielig daher kommt.

Noch einige Anmerkungen zum ersten Eindruck insgesamt: einer überzeugenden Haptik, einer guten Verarbeitung, der besten Bedienung einer NEX und den sehr ansprechenden Bildergebnissen steht Sonys Sparsamkeit gegenüber, die sich nicht nur im Verzicht auf den der a99 beigelegten Blitzadapter ADP-MAA, welcher nach der Änderung des Blitzschuhs nötig wäre, wenn man seinen Sony-Blitz weiter nutzen wollte, zeigt – auch gibt es bei der NEX-6 kein Akkuladegerät mehr, das den Namen verdient hätte. War diese Politik bei der RX100 noch hinnehmbar, ist die Aufladung per USB in der Kamera hier ein großes Ärgernis. Die neue Kamera wird gerne als Profiwerkzeug angepriesen, doch so ist das unglaubwürdig. Einen Blitzsynchronanschluss hätte man vielleicht auch noch unterbringen können, hat es aber nicht gemacht.

Da ich die Sony NEX-6 (amazon-Link) zu meiner Hauptdigitalkamera zu adeln gedenke, werde ich in der nächsten Zeit noch das eine oder andere ausprobieren. So steht die Beantwortung der Frage nach kompatiblen Blitzgeräten – ich habe da schon zusammen mit Sony etwas angestoßen – ebenso auf der Liste, wie der Einsatz mit weiteren Linsen, die Tauglichkeit als Backup für die DSLR, die Vorteile der kleinen Größe und gewiss auch die Suche nach mehr Zubehör.

In diesem Zusammenhang lade ich euch herzlich ein, meine Recherchen durch Anregungen noch in die eine oder anderen Bahn zu lenken.

Ich habe zudem eine Gruppe auf flickr zur NEX-6 ins Leben gerufen.

http://www.sony.de/product/dsb-nex-6/nex-6

5 Kommentare

  1. Moin,
    ich habe seit letzter Woche ebenfalls eine Nex 6 in Nutzung.
    Es soll meine Alltagskamera und meine Segelflieger Kamera für die naechste Saison sein.
    Ich möchte mit montierter Kamera im Aussenbereich des Flugzeugs andere Segelflugzeuge fotografieren. Bilder die ich mit anderen Kameras gemacht habe, findest du auf meiner Seite.
    z.B. ASH26E oder LS4 (Segelflugzeugtypen)
    Ich finde die Qualität bei Sonnenschein recht gut und Nutzbar. Ich bin bei Visum und es wurden jetzt bereits Bilder in die Agentur aufgenommen.

    Gruß Holger Weitzel

  2. Die WiFi Übertragung auf ein Android Tablet wie das neue Nexus 7 mit UMTS 3G würde mich interessieren. Das wäre eine gute Kombination um das Bildmaterial zu sichten und dann sofort weiterzuleiten.

  3. Timon Wild sagt

    „Ich habe hierzu die MF-Unterstützung auf die AEL-Taste gelegt, die gut erreichbar ist.“

    Was ist mit MF-Unterstützung gemeint?
    Ist das die Lupe? Wenn ja: Die Lupen-Funktion kann ich auf die AEL-Taste legen?
    Das wäre ja genial :) Das wäre eine geniale Funktion, gerade wenn ich Altglas benutze und dadurch schnell auf die Lupe zugreifen könnte.
    Wenn du mit MF-Unterstützung nicht die Lupe meinst, gibt es eine Möglichkeit die Lupenfunktion schnell auszuführen…?

  4. Stephan sagt

    In der Tat meine ich die Lupe, das Peaking muss ich ja nicht extra noch aktivieren. ;-)

  5. Pingback: Alea iacta est | Marc Heckert

Kommentare sind geschlossen.