Sigma 2.8/30mm EX DN für Sony NEX

Photographie / Test

Sigma 30mm f2.8 EX DN

Schon im kurzen Beitrag zur Sony NEX-6 hatte ich angedeutet, dass mir die 30mm (45mm in KB) ein wenig zu dicht ans Objekt herangehen, aber 19mm (28,5mm in KB) schienen mir zunächst etwas zu weit, wenngleich ich mit der Brennweite an meiner Sigma DP1s-Kompaktkamera immer recht gut hinkam. Mein Kaufentschluss beschert uns allen, die weiterlesen wollen, eine kurze und illustrierte Besprechung des Sigma 30 mm F2,8 EX DN.

Feierabendverkehr

Auf der Suche nach einem kompakten „Immerdrauf“ fiel meine Wahl also auf das 30er von Sigma, das ich für rund 165 Euro bestellt habe und damit zunächst einmal kein zu großes Wagnis einging. Als mich die Linse erreichte, stellte ich zu Freude und Überraschung fest, dass Sigma auch in diesem Preissegment eine gepolsterte Nylontasche mitlieferte und sich das Objektiv – obwohl sehr leicht – doch recht wertig anfühlt. Auf diesem Gebiet muss sich das Sigma nicht hinter Sonys Linsen, wenn wir vom 1.8/24mm absehen, verstecken. Was allerdings fehlt, ist eine Gegenlichtblende. Dafür „bekommt“ man etwas unerwartet eine kleine „Rassel“ mitgeliefert, denn es klappert im Objektiv, doch Sigma erläuert auf seiner Webseite:

*Hinweis: Wenn das Objektiv von der Kamera abgenommen oder die Kamera ausgeschaltet wird, kann das Objektiv beim Bewegen ein klapperndes Geräusch verursachen, was jedoch keine Fehlfunktion darstellt.

Chair

Sony NEX-3, Blende: f/2.8, Verschluss 1/6 sec

Das hat mich natürlich unglaublich beruhigt und so setzte ich gewissenhaft meine Studien fort. Wenngleich eigentlich für die NEX-6 gekauft, nutze ich das 30mm zumeist an der NEX-3, die als „Immerdabei“ mit dem „Immerdrauf“ fast immer in meiner Tasche ist. Jetzt will ich nicht wieder in das Genörgel verfallen, dass es – auch wenn man gleiche Linse für Micro Four Thirds aufgelegt hat – ruhig ein 24mm hätte sein dürfen, denn bislang hat mir die jetzt vorliegende Brennweite noch keine allzu engen Grenzen aufgezeigt.

Der Denker

Zur Not kann man ja auch zumeist noch ein Reihenpanorama aufnehmen und daheim zusammenbasteln, wenngleich diese Option für mich bei Langzeitbelichtungen an der Elbe z.B. wenig attraktiv ist. Was gibt es noch zu sagen? – Autofokus ist zufriedenstellend schnell, Bildergebnisse sind vor allem gemessen am Preis sehr gut und falls es Sony im kommenden Jahr schafft, ein kompaktes Standard-Zoom in der höherwertigen G-Serie auf den Markt zu bringen, hat man nicht schon heute alles Geld auf den Tresen gelegt und bis zum Tag X immerhin schon Fotos gemacht.

Ziegelwand

Sony NEX-6, Blende: f/10, Verschluss 1/30 sec

An die Freunde und Freundinnen von Ziegelwandfotos habe ich diesmal auch gedacht und biete obiges Bild zur Ansicht in Originalgröße an.

Weitere Fotos mit dem 30mm finden sich auf meinem flickr-Stream.

http://www.sigma-foto.de/produkte/objektive/30mm-f28-ex-dn.html

Update: Im Systemkamera-Forum diskutieren einige Mitglieder über auftretende Probleme mit dem Fokusring. Ich habe das noch nicht beobachten können, aber wer weiß schon, was kommt?

3 Kommentare

  1. Stephan sagt

    Hallo Holger. Für mich ist das haptisch nicht wirklich begeisternde Kit-Objektiv nicht mehr als eine Notlösung an einer ansonsten so überzeugenden Kamera.

  2. Dennis sagt

    Ich finde das 16-50 auch ein wenig „wackelig“ und nicht stabil. Dann doch lieber das 18-55er an die Kamera. ;-)

    Natürlich nur als Alternative zu einem 19 oder 30mm Sigma. Wobei wenn man die mal drauf hat/hatte, mag man gar nicht mehr das Kit-Objketiv nutzen :-)

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