10-18 Millimeter für die Sony NEX

Photographie / Test

Icebreaker

Im Zuge der Vorstellung der Sony NEX-6 (amazon-Link) und der neuen 5er hat der japanische Elektronikriese unter anderem auch vorgestellt das Ultraweitwinkelzoom mit einem Brennweitenbereich von 10-18mm, der – auf Kleinbild umgerechnet – 15-27mm entspricht.

Foto: Sony Deutschland

Foto: Sony Deutschland

Das Sony SEL-1018 (amazon-Link) hat eine durchgehende Lichtstärke von f4 und wird derzeit für rund 850 Euro angeboten, womit das Objektiv im Moment nach dem 1.8/24mm von Zeiss die Spitze des Angebots bei Sony darstellt. Wie lange das so bleibt, ist abzuwarten, schließlich soll dieses Jahr unter anderem ein Telezoom mit f2.8 kommen, wie man hier und da so hört und was auch Sinn machen würde. Ich habe schon das eine oder andere Portraitshooting auch mit der NEX gewagt.

Hinter Gittern

Kommen wir zurück zum Ultraweitwinkel und dem ersten Eindruck. Das Objektiv kommt hochwertiger daher als die bekannten Kit-Linsen, kommt nicht ganz heran an das schlichte Zeiss, welches ja auch noch mit einem Objektivbeutel geliefert wird, auf den hier zu verzichten ist. Interessant und für mich zunächst etwas überraschend ist der Umstand, dass die Linse in der Volksrepublik China gefertigt wird – ich hatte Sonys Foto-Division bislang stets in Japan und Thailand verortet, doch spätestens seit dem Inselstreit um Senkaku oder Diaoyu wusste ich um Produktionsstätten in Festlandschina und dass dort in hoher Qualität gefertigt werden kann, werden spätestens all die Apple-Jünger da draußen bestätigen können.

SONY DSC

Braucht man eine solche Brennweite? – Vermutlich wird man diese Frage mit einem „Nein!“ beantworten können, es sei denn, man ist Innendesigner für Micro Homes, macht ausschließlich Schnappschüsse und legt Wert auf den Zoom. Ich selbst fühle mich bereits gut ausgestattet mit dem 4.5/15mm von Voigtländer, welches ich für die Zeiss Ikon ZM gekauft hatte und sehr leicht adaptieren kann. Für Landschaftsaufnahmen und enge Straßen reicht das, außerdem ist in den nächsten Monaten zu rechnen mit dem angekündigten 2.8/12mm aus dem Hause Carl Zeiss (Blogpost bei zeiss.com), das für rund 1000 Euro zu haben sein wird. Ich erwarte, dass die optische Abbildungsleistung noch besser sein wird, die Verzeichnung vielleicht noch geringer und es steht eben ZEISS drauf. Da muss sich das hanseatische Understatement bei mir mal ganz hinten anstellen.

All jenen, die nicht warten wollen und die ein so weites Weitwinkel suchen ohne dass es ein Fisheye, wie das Walimex Pro Fish-Eye Objektiv (8mm, f/2,8) (amazon-Link), ist und all jenen, die zoomen wollen, denen sei das Objektiv jedoch ans Herz gelegt, denn Spaß macht es und haben ist oftmals immer noch besser als brauchen.



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4 Kommentare

  1. Wie gefällt dir denn eigentlich das Voigtländer 15mm so? Das wäre bei mir auch noch auf der Wunschliste weil es (+ Zorki oder FED) halt doch kleiner ist als mein Sigma 18mm + Nikon SLR.

  2. Stephan sagt

    Ich finde die Linse ganz gut, benutze sie recht oft an der Messsucher für meine Dias. Woran willst Du sie denn nutzen? Ich muss bei der Zeiss immer aufpassen, weil der Blitzschuh und damit Sucherhalter nicht ganz auf der optischen Achse liegt.

  3. Ich würde sie an meiner Zorki 4K verwenden. Da ist der Blitzschuh auch an der richtigen Stelle. Möglicherweise würde ich dann aber auch mal in eine Bessa R „investieren“.

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