Die Sony NEX-6 in der Praxis

Photographie / Test

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Die allerersten Eindrücke, jene nach einer Woche habe ich, wie auch den ersten Einsatz im Studio schon skizziert, die ersten 100 Tage habe ich verpasst, nach einem Jahr könnte schon der Nachfolger vorgestellt werden – keine Behauptung, eher eine Befürchtung! -, so möchte ich jetzt nach knapp fünf Monaten mein Fazit ziehen unter die Arbeit mit der Sony NEX-6 (amazon-Link).

„Leistung für Experten. Einfache Steuerung.“ – So verkauft Sony seine Kamera auf der eigenen Webseite und ich werde mich in dieser Betrachtung nicht pedantisch prüfend an diesen zwei Schlagworten entlang hangeln, aber die Kamera wird sich schon daran messen lassen müssen. Zum Einstieg darf ich aber schon verraten: So ganz falsch ist es nicht, aber auch nicht ganz richtig!

Ich werde mich nicht weiter aufhalten mit den Allgemeinheiten, die ich in den früheren Beiträgen schon verarbeitet habe, es sei denn, mein Erkenntnisgewinn in den letzten Monaten war dermaßen groß, dass ich die hochgeschätzte Leserschaft daran teilzuhaben gedenke. Werfen wir also einige Stichworte in den Raum.

Bedienung und Ausstattung im Allgemeinen

Da man der NEX-6 im Vergleich mit den kleineren Modelle mehr Knöpfe und einige Einstellräder gegönnt hat, geht die Bedienung im Alltag sehr leicht von der Hand, nur, wenn man ins Menü muss, dann muss man sich auch mit der umständlichen Architektur dessen anfreunden. Bei meiner a850 oder den beiden RX-Modellen hat man auf eine klassische Ordnung gesetzt und die wünschte ich mir auch bei der NEX-6, aber so oft muss man ja zum Glück nicht ins Menü.

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Was die NEX-6 besonders interessant macht, ist der Umstand, dass sie als eine von erst drei Kameras in Sonys Portfolio über einen ISO-Blitzanschluss verfügt. Ich hatte vom Blitzen mit der Kleinen ja schon mal berichtet, aber mit etwas Routine und Gleichmut habe ich meine Klagen eigentlich in die Vergangenheit verabschieden können. Mit meinem Elinchrom D-Lite RX ONE und dem EL-Skyport Transmitter Eco kommt die Kamera bestens und ohne Umwege über Kabel oder Adapter zurecht.

Objektive

In den letzten zwei Jahren hat nicht nur Sony, sondern haben auch Sigma und Tamron zum Teil sehr gute Autofokus-Linsen auf den Markt gebracht, Zeiss (Schnappschuss auf der Facebook-Fanpage) kommt in diesem Jahr mit drei lichtstarken Festbrennweiten dazu und damit ist es ja nicht getan, denn ob des geringen Auflagemaßes und des gut hinnehmbaren Cropfaktors von 1,5 lassen sich ja dermaßen viele Objektive mit anderen Bajonetten adaptieren, dass man fast und gewagt von „relativer Grenzenlosigkeit“ sprechen kann. Alleine der deutsche Hersteller Novoflex hat 16 Adapter für die NEX im Angebot und die Weiten des Internets halten noch zig weitere (von unterschiedlicher Qualität) bereit. Von hochwertigen Zeiss-, Leica- oder Pentax Takumar-Objektiven, über jene für die Hasselblad XPan führt der Weg in meinem Alltag bis zum vermeintlichen (Pentax 110) bis echten (Holga) Trashlinsen.

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Es gibt sogar schon einen Adapter, der die NEX (in kleinen Schritten wohlgemerkt) dazu befähigt, das gesamte Blickfeld von 6×4,5cm Mittelformatlinsen abzulichten. Die Vizelex RhinoCam kostet rund 500 US-Dollar, dazu kommen weitere einhundert Dollar für den Mamiya- oder Pentax-Adapter. Das ist schon etwas für den Bereich „very special interest“, aber der elektronische Adapter von DEO-Tech/MX-Camera für die Verwendung von Contax G-Objektiven inklusive (sic!) Autofokus dürfte einige Interessenten mehr ansprechen.

So verlockend die Möglichkeiten, nutze ich selbst zumeist das Sigma 30 mm F2,8 (amazon-Link), hoffe aber auch sehr auf das 16-70mm von Zeiss, dass einem Gerücht nach kommen soll, während das Sony SEL24F18Z Carl Zeiss (amazon-Link) ja nicht lieferbar war, als ich es haben wollte. Da ich jedoch schon geübt war mit dem Umgang mit dem manuellen Carl Zeiss Sonnar 1.5/50mm, entschied ich mich zum Kauf des 4/25mm von Voigtländer (siehe erstes Bild oben), einem kompakten Pancake. Als Teleobjektiv hält derzeit ein 2.8/135mm Pentacon die Stellung, im Fotostudio adaptierte ich zudem auch einmal das 2.8/24-70mm von Carl Zeiss für die Sony Alpha.

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Woran es meiner Beobachtung nach bei Sony immer wieder hakt, ist die Lieferbarkeit der Objektive. War das bereits angesprochene 24mm von Zeiss über viele Monate nur gegen gierigste Aufschläge bei dubiosen Händlern im Internet zu bekommen, weil Sony – nicht nur ob der Naturkatastrophen in Thailand und Japan – nicht liefern konnte. Jetzt gerade warten einige Interessierte zum Beispiel auf das 2.8/20mm Pancake, das vor Monaten angekündigt worden war.

Ich habe einmal einen aStore mit Objektiven und Adaptern zusammengestellt, um den Beitrag nicht noch weiter mit amazon-Links zu befüllen. Mein geschätzter Fotofreund K. wird mir zumindest relativ dankbar sein. (✿◠‿◠)

Fokussieren

Der Autofokus ist bei normalen und hellen Lichtverhältnissen ein treuer Freund, stellt scharf, wenn er soll und das auch durchaus schnell. Ich kann diese Behauptung nur insoweit empirisch stützen, in dem ich bereit bin, zu gestehen, dass ich kein Formel 1-Rennen oder einen Hummelschwarm zu fotografieren versucht habe. Wobei der AF mich aber ein wenig enttäuscht hat, war bei der Arbeit im Studio bei vielleicht zu diffizilem Licht.

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Bei dieser Lichtsituation (allerdings ohne Blitz und nur mit leichtem Einstelllicht von vorne) versagte die NEX-6 mit adaptierten 24-70mm ein ums andere Mal, sodass ich auf den manuellen Fokus umstellte. Im Ergebnis bei den meisten Schüssen nicht von Nachteil, doch wenn ich nicht einigermaßen geübt gewesen wäre, im manuellen Scharfstellen, hätte es ärgerlich werden können. In diesem Zusammenhang sei noch eingestreut, dass ich darauf hoffe, dass sich – sofern per Firmware lösbar – das Niveau des Focus Peaking an das der Ricoh GXR angleichen möge. Außerdem würde ich die Ausschnittsvergrößerung gerne noch auf den „Fn“-Knopf legen können, damit ich den „AEL“ seiner eigentlichen Bestimmung wieder zuführen kann.

Exkurs: Im September 2012 hatte ich ja schon Die Beantwortung der M-Frage (zur Adaption manueller Linsen) in 1, 2, 3 Teilen versucht und damals hatte sich die Sony NEX-7 knapp durchgesetzt und die NEX-6 schlägt sich nicht schlechter, eher besser, vorallem mit weitwinklingen Objektiven! Allerdings hat Fuji der X-Pro 1 inzwischen ein großes Update verpasst, dessen Auswirkungen ich nicht in der Praxis kennengelernt habe.

Wi-Fi

Einklinken ins Wireless LAN, Schaffung eines eigenen „Hotspots“ zur Kommunikation mit Smartphone oder Tablet! – Ich glaubte, dass Sony verstanden hat, wohin der Weg führen könnte und dann die Ernüchterung, dass das Einsatzfeld des Wi-Fi nicht den Bedürfnissen des ambitionierten Fotografen entspricht, sondern vielmehr einer Annahme eines großen Unterhaltungkonzerns und hier liegt ein großes Problem. Die Smartfernbedienung mit Sucherbild auf dem Telefon/Tablet ist ganz nett, ich kann Bilder von der Kamera auf Computer und mobile Geräte überspielen, es gibt auch eine Software, die ich nicht habe nutzen können, weil sie nur für PCs verfügbar ist und es gibt zig Apps, die ich zum Teil kostenpflichtig auf meiner NEX-6 installieren kann. So sinnvoll ich eine geschlossene App-Welt ob möglicher Gefahren durch Lücken in Android o.ä. finde, so überflüssig erscheint mir das Gros des Angebots. Der Lächelauslöseautomatik entsprechend, brauche ich das Zeug nicht. Ich möchte mit dem Wi-Fi Tethering-Shooting per Lightroom realisieren, ich möchte direkt (sic!) auf mein iPad streamen, nur geht es nicht mit dem, was mir angeboten wird und so muss ich einen Umweg wählen: Mit der Eye-Fi Pro X2 SDHC 8GB (amazon-Link) funktioniert es nämlich tadellos, wie der kleine Testbericht meines Freundes Paddy am Rande skizziert.

Details

Es gibt ja eine Kleinigkeit, die mich bei der NEX so richtig wahnsinnig macht und das ist die Klappe für Akku und Speicherkarte. DIe SD-Karte ist nämlich so dicht am Deckel platziert, dass ich mit den dicken Fingern immer wieder meine Probleme habe, das Medium da heraus zu fummeln. Das ist nicht wirklich schlimm, war vielleicht auch nicht anders lösbar und ist auch das einzige Detail, das mich hardwareseitig nervt, aber es muss auch mal gesagt werden.

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Zubehör

Für die Sony NEX-6 gibt es reichlich Zubehör und man könnte diesen Komplex wirklich erschöpfend betrachten, man könnte hinweisen auf die schönen Halfcases aus Leder, könnte ein kleines Stativ, wie das Cullmann Magic in den Ring werfen oder ich könnte mich darauf beschränken, zu skizzieren, welches Zubehör über die Objektive und Adapter hinaus ich so in der Praxis benutze. Zum einem wäre da das Really Right Stuff BNEX6-L Set – ein sperriger Name für einen sehr fein gearbeiten L-Winkel, um die Kamera schnell und flexibel auf einer ARCA SWISS-kompatiblen Stativplatte zu befestigen. Man kann diesen entweder in den USA bestellen oder bei einem deutschen Internethändler, der einerseits saftig teuer ist, aber bei Zoll und Versand wiederum spart. Um diese Hürden kommt man indes nicht herum, wenn man, wie ich, ein Street Strap als Tragegurt verwenden möchte. Einst für die Fuji X100 angeschafft, tut er nicht zuletzt ob Form und Länge seinen guten Dienst mit der NEX-6. Schließlich noch habe ich einen Weiss NP-FW50 Li-Ion Akku (amazon-Link) gekauft und freute mich, dass ich noch der NEX-3 ein ordentliches Ladegerät bekommen habe, das bei ambitionierter Nutzung unverzichtbar ist.

Lektüre

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf „Das Sony α NEX-6 Handbuch“ von Cora und Georg Banek (amazon-Link), das mir der Fotograf Michael Omori Kirchner freundlicherweise überlassen hat. Neben einem Kennenlernen der Kamera, Abarbeitung von Punkten, wie Fokus, Belichtung, Kontraste, Farben usw. gibt es kurze technische Exkurse, eine sehr aktuelle Objektivübersicht, eine Übersicht über Zubehör und einen kleinen Praxisteil. Das Buch wendet sich besonders an jene, die mit Sonys Anleitung nicht glücklich werden, erklärt einige fotografische Grundlagen und ist eigentlich ganz kurweilig geschrieben, aber nicht frei von Fehlern. So gehen die Autoren zum Beispiel davon aus, dass die NEX-6 mit dem Blitzschuhadapter ADP-MAA ausgeliefert würde, was nicht zutrifft oder im Kapitel über die Verbindung der Kamera mit anderen Geräten wird einerseits verschwiegen, dass das Programm „Play Memories Home“ nicht auf dem Mac läuft und der angegebene Pfad zum Senden von Bildern an den Rechner ist nicht „Menue > Kamera > An Computer senden“, sondern „Menue > Wiedergabe > An Computer senden“ – ich habe mich ja bereits abgefunden mit dem Menü der NEX, aber andere könnten an derartigen Nachlässigkeiten verzweifeln. Davon abgesehen ist das Buch dennoch eine gute Hilfe für Ein- und Umsteiger, wie ich meine.

Tipps

Im Grunde ist es nur ein Tipp, der das Thema Langzeitbelichtungen betrifft. Da kameraseitig der Verschluss im BULB-Modus nur solange offen gehalten wird, wie der Auslöser gedrückt ist, ein Drahtauslöser ebenso wenig vorgesehen ist, wie ein Kabelauslöser, behelfe ich mir mit der Tinxi Infrarot-Fernbedienung (amazon-Link), die ich für schmales Geld erstanden habe und den Verschluss mit dem ersten Drücken öffnet und dem zweiten Drücken schließt.

Fazit

Leistung für Experten hat Sony versprochen und sieht man von Schwächen im Detail ab, bekommt der Käufer diese auch. Die Kamera ist kompakt, wertig verarbeitet, liefert gute Bildergebnisse und ist damit eine wirkliche Alternative zu der digitalen Spiegelreflex. Man wird einwenden können, dass es keinen optischen Sucher mehr gibt, aber die Entwicklung ist soweit fortgeschritten, dass man hier einen wirklich guten elektronischen Sucher mit großem Blickfeld bekommt. Sicherlich haben große Kameras, wie die a850 einen wunderbaren und hellen Sucher, aber wenn man die Kamera kompakt halten will, muss man Kompromisse eingehen. Fuji hat mit seiner X-Pro 1 eine Systemkamera mit Hybridsucher im Angebot, doch die Kamera ist dann auch größer.

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Die Vielseitigkeit habe ich im Verlaufe dieses epischen Textes schon skizziert, Verbesserungspotential gesehen, notiere noch, dass es weder GPS noch PictBridge gibt, doch am Ende gibt es DIE Kamera eben doch nicht. Für mich ist es meine erste Wahl ob der Größe, ob der Möglichkeit, derart viele Objektive zu adaptieren, sogar meine alten Minolta Autofokus-Linsen. Ich bin also vorbelastet in das Rennen um meine Gunst gegangen, aber was Nikon und Canon zum Beispiel als Systemkameras anbieten, ist für mich gänzlich uninteressant und Ricoh wie Fuji haben sich am Ende knapp geschlagen geben müssen.

Sony NEX-6LB Kompakte Systemkamera (16,1 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT-Display, Full HD, HDMI, WiFi) inkl. SEL-P1650 Objektiv schwarz

15 Kommentare

  1. Simon sagt

    Toller Bericht. Ich bin mit meiner Nex 6 auch noch in der Übergangsphase und habe mich noch nicht entschieden, ob ich meine DSLR nun endgültig aufgeben will bzw. „kann“. Hast du diesen Schritt schon vollzogen und falls ja, gibt es Situationen in denen du den optischen Sucher oder bestimmte Funktionen bzw. Objektive „vermisst“?

  2. Stephan sagt

    Ich habe meine DSLR nicht verkauft, würde mein 24-70 an der Vollformat gewiss vermissen und mit dem optischen Sucher gelingen mir Reihenpamoramen (Brenizer Methode) etwas schneller.

  3. Pingback: Die Sony NEX-6 in der Praxis - Systemkamera Forum

  4. Hallo Stephan,

    Danke für deinen Beitrag, habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich bin Anfänger mit NEX-6 und sonst mit Systemkameras eigentlich auch. Was Objektive betrifft, möchte ich zunächst bescheiden mit Sigma F2,8/30mm anfangen. Was meinst Du zu dem? Eignet es sich für Wohnräume?

    Ein Tipp mit der SD-Card (was für Dich sicherlich keine Offenbarung ist, trotzdem möchte ich es erwähnen): DIe SD-Karte ist wirklich zu sehr nah am Akku (aber es ist m.E. kein Kosntruktionsfehler, sondern eher der Kompaktheit der Kamera geschuldet) und es ist wirklich (auch mit meinen filigranen Fingern) etwas fummelig, die aus dem Gehäuse zu entfernen… Aber warum? Ich lese Fotos direkt über die USB-Schnittstelle der Kamera aus – klappt wunderbar (sogar auch mit der PlayMemories-Software) Dann schalte ich sie aus und der Akku wird aufgeladen… ach so … Du hast kein PC … Mittlerweile sind PC’s so billig, dass ein PC etwa doppelt so wenig wie eine Kamera kostet … :-)

    Servus
    Leo

  5. Stephan sagt

    Hallo Leo,

    danke für deinen Beitrag. Ich würde zum 30mm noch das 19mm dazu nehmen, vor allem so lange die alte Version so günstig abverkauft wird.

    Dein Tipp mit der SD-Karte bringt mich leider nicht wirklich weiter, da ich mehr als eine Karte nutze, einen Kartenleser direkt im Rechner habe und kein Kabel zuviel auf dem Tisch wünsche.

    Cheers!

  6. Frank Dpunkt sagt

    Klasse Bericht. Sehr informativ und kurzweilig geschrieben.

  7. Eduard Christl sagt

    Danke für den ausführlichen u. sachlichen Bericht.
    Da ich noch Nikon D700 und Fuji S5 im Einsatz habe und durch Umwege auf die Nex gestoßen bin, so habe ich lange gegrübelt, soll es die Nex 6 od. Nex 7 werden.
    Letztendlich habe ich mich für die Nex 6 entschieden, irgendetwas hielt mich ab, die 7 zu kaufen, war eine Bauchentscheidung.

    Die kleine wird für Tripps verwendet, wo mir eben die Kompaktheit wichtig ist.
    Für Veranstaltungen setze ich weiterhin die großen Bodys mit großen Linsen ein.

    Schönen Gruß aus Passau, Edi

  8. Janina sagt

    Vielen Dank auch von mir für Deinen ausführlichen Test. Ich habe bei meiner Nex-6 festgestellt, dass sie bei manueller Belichtung verdammt lange braucht, um das Bild zu speichern. Beispiel heute: Über eine Minute belichtet bei Iso 200 umd Blende 14. Die Verarbeitung der Daten brauchte geschlagene 45 Sekunden! Als Speicherkarte habe ich eine Class 10, vorher Class 6. Gleiches Problem. Liegt das am Prozessor der Kamera oder einem internen Ram? Konntest Du dies evtl. auch fest stellen?
    Danke vorab.

  9. Stephan sagt

    Meine Erfahrung, auch mit anderen Digitalkameras, ist die, dass es bei solch langen Belichtungszeiten immer etwa so lange dauert, wie die Belichtung selbst. Da ist die NEX-6 also kein Einzelfall, meine Ricoh GR nimmt sich gefühlt noch mehr Zeit.

    Technische Erklärungen hat man mir zu liefern versucht, ich meine auch, dass der Prozessor genannt wurde, aber so genau habe ich mich damit nicht befasst – man kann es eh nicht fühlbar verändern. ;-)

  10. Hallo,

    auch wenn es jetzt schon etwas her ist, die lange Verarbeitungszeit bei Langzeitbelichtungen ist m.M.n. der ISO Rauschunterdrückung geschuldet, bei der die Kamera bei geschlossener Blende noch mal ein genauso lang belichtetes Schwarzbild aufnimmt um dann Störpixel rausrechnen zu können, was deine Erfahrungen mit dem Zusammenhang zwischen Belichtungs- und Verarbeitungszeit ja bestätigen würde. Lässt sich aber (selbst im Sony-Menü ^^) relativ leicht abstellen und dient nur der „Verschönerung“ des im Raw beinhaltetem jpg-Bildes.

  11. Theresia sagt

    Hallo,
    hab mir die Nex6 gekauft – bin aber völliger Amateur. Suche jetzt ein gutes Buch mit Anleitungen zu guten Bildern und zur Handhabung (Sony Handbuch hab ich schon und von dem Buch von Cora und Georg Banek ist mit abgeraten worden.
    Gibt es eine gute Alternative?
    Danke
    Terry

  12. Stephan sagt

    Hallo Terry!

    Das hier kurz angerissene Buch ist schon recht ordentlich, daher verstehe ich nicht, warum jemand davon abrät. Ich würde mich aber ohnehin einmal mit der Kamera selbst vertraut machen, was mit dem Handbuch möglich ist, und dann einmal schauen, in welche Richtung es gehen soll. Solltest Du Menschen fotografieren wollen, ist das Tutorial von Patrick Ludolph (http://www.spiegelberg.org/2014/07/26/tutorial-einfuehrung-in-die-people-fotografie/) sehr gut, denn er erklärt auch die absoluten Grundlagen. Mit dem Wissen kommst Du gewiss ein ganzes Stück weiter, auch wenn Du am Ende nicht nur Menschen ablichten möchtest.

  13. Theresia sagt

    Hallo Stephan,

    danke für den Tipp – hört sich echt gut an.
    LG Terry

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