Sony frischt RX-Reihe auf

Photographie / Test

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Wenige Stunden nachdem Sony die beiden neuen Kameras am Donnerstag angekündigt hatte, durfte ich sie schon bei einer Veranstaltung in München für einige Stunden ausgiebig testen, wobei ich mich in erster Linie mit der 749,00 Euro teuren Sony DSC-RX100M2 (amazon) und weniger mit der RX1R beschäftigte.

RX100 II_side_tilt-1200Meine Wahl fiel auf das kleinere Modell, weil hier größere Veränderungen gegenüber der im letzten Jahr vorgestellten Version vorgenommen worden waren. Äußerlich hat sich mit dem Einzug des Blitzschuhs, der neben dem neuen kleinen Blitzgerät auch ein Mikrofon für Video oder den elektronischen Aufsteckersucher aufnimmt, sowie dem 3″ Schwenkdisplay (1.229.000 Pixel) schon einiges getan. Die Japaner betonen jedoch, dass der Einbau des Exmor R-Sensors, der für höhere Lichtempfindlichkeit und im Zusammenspiel mit dem unveränderten Zeiss-Objektiv für ein schöneres Bokeh sorgen soll, eine ebenso wichtige Neuerung darstellt. Auch neu an Bord sind Wi-Fi, das z.B. eine Fernauslösung per Smartphone gestattet, wie eine Nahfeldkommunikation. Auf GPS wird weiterhin verzichtet.

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ISO 1000, „out of cam“

Nachdem ich die RX100 ja bereits ausprobiert hatte, stellte mich die Bedienung der Kamera vor keine allzu große Rätsel, wenngleich auch an dieser einige Veränderungen vorgenommen worden sind, die sich nicht als störend erwiesen hatten. Den Zoom, kann man nun Schritt für Schritt durch „die gängigen Brennweiten“ (28, 35, 50, 70, 100 mm) navigieren, was Sony „Stepzoom“ nennt. Außerdem hat man nun die Möglichkeit, den Videoknopf in den Einstellungen so zu programmieren, dass er nur in der Videofunktion angesprochen wird – damit sollen unabsichtliche Kurzfilme von Füßen verhindert werden.

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Etwas Zubehör hat Sony nun außerdem auf den Markt gebracht und wildert damit im Revier der Dritthersteller, die nun weniger Handgriffe und Filteradapter verkaufen werden. Um die Kamera besser halten zu können, gibt es nun also zum Aufkleben einen gummierten Griff und ebenfalls geklebt wird die Befestigung für den Filteradapter (49mm). Abgerundet wird das Programm durch einen Kabelauslöser.

RX1R_Front_sensor-1200Zur RX1R kann man nicht so viele Worte verlieren. Im Grunde ist die Kamera zur RX1 (meine Betrachtung) unverändert, alleine der optische Tiefpassfilter wird nicht mehr verbaut, was kameraintern auch nicht nachreguliert wird, wie es aus der Europazentrale in England heißt. Preislich hat der Wegfall – anders, als bei anderen Kameraherstellern – keine Auswirkungen: es bleibt bei einem UVP von 3099,00 Euro.

Die beiden „Vorgänger“ Sony DSC-RX100 Cyber-shot und Sony DSC-RX1 Cyber-shot bleiben zunächst und preislich (UVP) unverändert weiter im Programm, wenngleich hier in der nächsten Zeit gewiss ein weiter sinkender „Straßenpreis“ zu erwarten ist, wie z.B. bei den hier verlinkten amazon-Angeboten.

3 Kommentare

  1. Pingback: Sony RX100 II - Systemkamera Forum

  2. Günter Linderer sagt

    Nachdem ich nun seit längerer Zeit nach der besten und bezahlbaren immer-dabei-kompakt-zoom-Kamera ohne Wechselobjektive gesucht habe, bin ich nun bei der Sony RX100-2 angekommen, gebraucht und in sehr gutem Zustand. Inclusive Griff.

    Ich bereue nichts. Ganz besonders nicht das geduldige warten auf das Klappdisplay und die erweiternden Möglichkeiten des Zubehöranschlusses, auch wenn ich den bisher nicht nutze. Ein günstiger gebrauchter Sucher folgt vielleicht, denn ich möchte meinen kommenden Klassiker lange und intensiv nutzen.
    Die Kritik im obigen Pingback habe ich zuvor gelesen, bin aber froh, dass ich nicht alles davon geglaubt habe, z.B. dass die Kamera keinen crop-zoom in verminderter Bildgröße zuliesse, oder dass man mittels beweglichem Fokus nicht auf jedes noch so kleine Detail im Vorder- oder Hintergrund scharfstellen könnte. Wer Anleitungen lesen kann, ist klar im Vorteil:
    http://pdf.crse.com/manuals/4432943621/DE/contents/contentslist.html

    Ausprobieren hilft auch deutlich weiter. Zumal man die dabei gewonnenen Erkenntnisse spielend leicht im MR-Speicher verewigen kann. Was da nicht reingeht, erledigt die siebenfach nutzbare fn-Taste oder eines der zahlreichen Motivprogramme.
    Das Gerät ist nicht nur eine Kamera, sondern gleichzeitig ein mobiler Bildverarbeitungscomputer, dessen Möglichkeiten man aber nicht benutzen muss, wenn man nicht will. Alternativ gibt es den manuellen Modus.

    Über die Bildqualität muss ich hier nicht viele Worte verlieren, die wurde in x Foren und Laboren hinreichend bestätigt. 16 MP hätten mir gereicht, doch das Objektiv ist hochklassig und erzeugt einerseits ein schönes Bokeh bei Nahaufnahmen, andererseits aber auch eine selbst bei Vollzoom rausch- und matschfreie Tiefenschärfe bei Landscapes. Die Fähigkeitender Kamera bei Gegenlicht sind sensationell.

    Alles in allem ein dazu noch preiswerter Kompromiss, wenn man keine DSLR-Ausrüstung nebst Objektiven und Stativ mit sich herumschleppen will.

  3. So, das mit dem gebrauchten Sucher hat sich erledigt.
    Ich habe einen neuen geschenkt bekommen, worüber ich mich natürlich sehr gefreut habe. Und er ist sensationell gut. Hell, klar, und doppelt so hoch auflösend wie das Display. Die RX 100-2 ist nun eine vollwertige Kamera, deren Ergebnisse mich seit einer gerade absolvierten Intensivnutzung mehr und mehr begeistern. Mein Tipp: die Einstellung „Überlegene Automatik“ und der verschiebbare Fokus.
    Und nun lese ich hier, dass Sony den Sucher in die nächste Version versenkbar einbaut. Da bin ich ausnahmsweise mal froh, dass ich Linksäuger bin und die klappbare mittige Aufstecklösung somit besser zu mir passt.
    Das voll schwenkbare Display hätte der Mark II allerdings auch schon zugestanden.
    Warum Sony den Zoom auf 70 mm kürzen will, ist mir ein Rätsel. Welches ich aber nicht lösen muss. Ich bleibe bei Mark II. Auch wenn die Fototasche etwas größer geworden ist.

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