What’s NEX-t?

Photographie

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Die Spatzen pöbeln es schon von den Dächern und jenen, die auf die Sony NEX setzen, werden das eine und das andere vermutlich sehr wohlwollend zur Kenntnis nehmen, was die Japaner heute offiziell verkündeten. Ich zum Beispiel bin einigermaßen begeistert, dass endlich, endlich ein Zeiss-Zoomobjektiv auf den Markt kommt. Leider erst nachdem mein Jahresbudget schon aufgebraucht ist.

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Das 16-70mm F4 ZA OSS Vario-Tessar T* könnte zwar einen Tick lichtstärker sein, wie ich finde, geht aber in die absolut richtige Richtung. Sony schreibt dazu in seiner Pressemitteilung: Carl Zeiss steht für erstklassige Ingenieurskunst, wenn es um hochwertige Optiken geht. Kein Wunder also, dass Kontrast, Auflösung und Verarbeitung des neuen Objektivs über jeden Zweifel erhaben sind. Die „Advanced aspherical (AA) lens“ Technologie kombiniert ein AA Linsen-Element mit drei normalen asphärischen Linsen. Das reduziert das Gewicht des Objektivs deutlich – bei gleichbleibender Bildqualität. Die für Carl Zeiss typische T* Beschichtung auf den Oberflächen der Linsen reduziert effektiv Schatteneffekte und Reflexionen. Im gesamten Brennweitenbereich von 24-105 Millimetern (Kleinbildformat) bleibt die Blende konstant bei F4. Die kreisrunde Blende zeigt ein einzigartiges Bokeh. Die bewährte optische Bildstabilisierung SteadyShot von Sony ist ebenfalls mit an Bord und ermöglicht klare, scharfe Aufnahmen auch bei längeren Verschlusszeiten.

Das 18-105mm F4 G OSS E PZ – obwohl aus der G-Reihe – ist jetzt nicht ganz so aufregend für mich, aber anderen Menschen auf der Suche nach dem einen Reiseobjektiv gewiss sehr zusagt. Sony weist darauf hin, dass zudem besonders Video-Filmer auf ihre Kosten kommen würden. Der Autofokus arbeitet extrem leise. Selbst die Nutzung des Power-Zooms ist geräuschfrei möglich. Die Zoom-Wippe ist direkt am Objektiv befestigt und ermöglicht gleichmäßiges Zoomen. Zwei zusätzliche Einstellringe – einer für den Fokus, ein zweiter zum Zoomen – stehen für volle Flexibilität und Freiheit bei der Nutzung des Premium-Objektivs.

Was mir ja immer noch fehlt, und das noch mehr seitdem ich von Panasonic Lumix das 35-100mm F2.8 für Micro Four Thirds an der neuen GX7 habe benutzen können, ist ein lichtstarkes Telezoom von Zeiss oder zumindest aus der G-Reihe. Da sind die Mitbewerber mit dem kleineren Sensor Sony und den Drittherstellern im Moment einen Schritt voraus.

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Neben einer überarbeiteten NEX-5T kommt nun auch die α3000, eine Kamera, die aussieht, wie eine kleine DSLR mit einem E-Bajonett. Sony bewirbt die mit einem 20.1 Megapixel APS-C Exmor Sensor ausgestattete α3000 als Kamera für Ein- und Aufsteiger für rund 400 Euro inklusive dem 18-55mm Kit-Zoom. Allerdings begeistern die Zahlen von Sucher und Display nicht auf Anhieb. 201.600 Bildpunkte beim EVP und derer 230.400 beim 3 Zoll großen Display klingen nicht sehr verheißungsvoll. Ich habe den Apparat aber schon einmal angefordert, beziehungsweise reihe mich in die Liste der Interessenten ein, und werde dann davon berichten, wie es sich im Alltag verhält.

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Die Rückseite der Kamera kommt fast spartanisch daher, es gibt nicht mehr Knöpfe als bei den NEX-Einsteigermodellen, der Sucher scheint sehr klein und Einstellräder zur schnellen Verstellung von Blende oder Verschlusszeit gibt es gar nicht erst, was auch nur ein wenig ambitionierte Fotofreunde und Fotofreundinnen abschrecken wird. Am Ende wird man aber auch hier festhalten müssen: you get what you pay! Eine seit 2,5 Jahren am Markt verfügbare Panasonic Lumix DMC-G3KEG-K bekommt man bei amazon.de zum Beispiel zu ähnlichen Konditionen und die bietet – bei kleinerem Sensor – eine etwas bessere Ausstattung. Einen größeren Zoombereich, aber einen deutlich kleineren CMOS-Sensor weist zum Beispiel die Sony DSC-HX300 auf, um auch einmal eine solche Kamera zu nennen, aber da ich einmal behauptet habe, Bridgekameras seien würdelos, werde ich derartiges natürlich nicht empfehlen.

Sony NEX-6LB Kompakte Systemkamera (16,1 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT-Display, Full HD, HDMI, WiFi) inkl. SEL-P1650 Objektiv schwarz