Sony QX-Kameras auch für iPhone

Photographie

qx100

Quo vadis Kompaktkameramarkt? – Vor eineinhalb Jahren saßen ich und einige weitere Blogger und ähnlich gelagerte Fälle in Düsseldorf zusammen und sprachen während einer Präsentation von Sony über das Ende der Kompaktkameras, beziehungsweise den deutlichen Einbruch bei den Verkäufen solcher Geräte. Vielen Menschen reicht das, was ihre Mobiltelefone zu leisten in der Lage sind, an Sehenswürdigkeiten und an als solche ausgegebene Orte sieht man sogar Menschen mit iPads, die damit ihre Urlaubserinnerungen einfangen. Da wären meiner Ansicht nach Einstrichzeichnungen höherwertiger, aber Kritik ist jetzt nicht Thema!

Es scheint großen Kundenkreisen also wichtig, dass man gemachte Aufnahmen umgehend auf Facebook, Twitter, Instagram oder auch G+ teilen kann, um die Bilderschwemme nicht durch Selektion zum abebben zu bringen. Das ist erneut keine Kritik – ich würde unglaubwürdig, wenn sich mal jemand die Mühe machen würde, meine Instagram-Bilder anzusehen …

Seit einiger Zeit ist die Firma Samsung zum Beispiel mit der Galaxy Kamera (amazon-Link) am Markt und hat im Grunde ein Smartphone in einen Fotoapparat eingebaut. Sony wagt einen anderen Ansatz und erlaubt, die Kopplung eines Kameramoduls mit seinen Xperia-, aber eben nicht nur diesen Smartphones.

DSC-QX100_DSC-QX10 von Sony_Lifestyle

Die DSC-QX100 verfügt über einen extragroßen Sensor (viermal größer als der einer gewöhnlichen Kompaktkamera) sowie optischen Zoom und funktioniert sowohl mit Android- als auch iOS basierten WiFi fähigen Geräten. In Sekundenschnelle stellt das hochinnovative Modell, das auf der Edel-Kompaktkamera DSC-RX100II basiert, Verbindung mit dem Smartphone her: Smartphones mit NFC fällt die Verbindung besonders leicht. Eine Berührung genügt – und schon erscheint das Sucherbild der Kamera direkt auf dem Telefon. Bequem lassen sich nun alle beliebigen Funktionen individuell einstellen – von der Programmautomatik bis zum Zoom. Smartphones ohne NFC wählen den kurzen Umweg über die WiFi Direct Verbindung. Nach einmaligem Passwortaustausch funktioniert die Vernetzung auch hier reibungslos. Einzige Voraussetzung für das einwandfreie Zusammenspiel ist bei Android Telefonen die Software-Version ab 2.3. Mit iOS Geräten funktioniert es ab iOS Version 4.3. Vor dem ersten Start muss die kostenfreie „PlayMemories Mobile“ App aus dem PlayStore beziehungsweise aus dem iTunes Store heruntergeladen werden.

Als kleine Schwester der DSC-QX100 zeigt Sony auf der IFA außerdem die SmartShot DSC-QX10, die auf dem Cyber-shot Modell DSC-WX200 beruht.

Den Ansatz finde ich ja nicht uncharmant, da man das Modul von Smartphone zu Smartphone mitnehmen kann, was ihm eine längere Nutzungsdauer bescheren dürfte, außerdem ist die „kleine Schwester“ der QX100 preislich nicht uninteressant.

Unverbindliche Preisempfehlungen und Verfügbarkeit
DSC-QX10 von Sony (in Schwarz und Weiß):
199,00 Euro
DSC-QX100 von Sony (in Schwarz): 449,00 Euro
Verfügbarkeit: ab September 2013

Unverbindliche Preisempfehlungen und Verfügbarkeit Zubehör
LCS-BBM von Sony (schwarze Kameratasche für QX10):
23,50 Euro
LCS-BBL von Sony (schwarze Kameratasche für QX100): 37,50 Euro
Verfügbarkeit: ab September 2013

Ich werde mich zeitnah um ein Testexemplar bemühen und dann berichten, ob das mit der Sony NEX-6 etwas träge Zusammenspiel mit der „PlayMemories Mobile“-App zufriedenstellend flüssig läuft. Auf der Webseite Golem.de findet sich ein ausführlicher Test zur QX10.

4 Kommentare

  1. Boris sagt

    Find ich persönlich sehr cool, wird es die QX10 auch für’s iPhone geben? Im Artikel ist nur die QX100 als iPhone kompatibel beschrieben, oder war ich unaufmerksam?
    LG aus Dortmund ;)

  2. Patrick sagt

    Und wie funktioniert die Verbindung zu meinem iPhone wenn kein W-Lan in der Nähe ist? Im Urlaub am Strand beispielsweise?

    Viele Grüße

  3. Stephan sagt

    Du brauchst keine „üblichen Hotspot“, den stellt die Kamera selbst her und Du loggst dich mit deinem Smartphone in eben diesen ein. Beim iPhone geht das dann über das Menü „WLAN“, Sonys neue Xperias u.a. erledigen die Anmeldung per Nahfeld-Kommunikation.

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