Sylter Buhnen

Photographie

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Mein kleiner Bruder Tom scheint Gefallen gefunden zu haben an der zwanglosen Publizistik und so hat er sich erneut angeboten, ein maritimes Thema vor der geschätzten Leserschaft auszubreiten. Lest selbst …

Der Sommer ist schon lange zu Ende und ich nutze jetzt die Zeit, meine Urlaubsbilder ein weiteres mal zu sichten.

Ich bin bekennender Sylt-Fan und auf der Insel der Schönen und Reichen und die so tun, als ob sie es sind, gibt es abseits der bekannten Promi- und Reichenhotspots ruhige Ecken, wo man auch in der Hochsaison abends keine Menschenseele trifft und den Strand für sich allein hat! Das ist für mich richtig Erholung!

Heute möchte ich mal ein paar Buhnenbilder zeigen, die diesen Sommer aufgenommen habe.

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Die gesamte Westküste der Insel ist ständig den Kräften der Natur ausgesetzt und der Landverlust nach den Stürmen zwang die Insulaner zu Gegenmaßnahmen, damit die Insel nicht eines Tages ganz in den Fluten versinkt. Früh machte man sich Gedanken, wie man den Landverlust vermeiden kann. Buhnen waren eine Möglichkeit. Der Erfolg war jedoch nicht so groß, wie erhofft.

Heute wird jedes Jahr die Insel mit großen Sandaufspülungen vor dem Blanken Hans geschützt. Wäre ja Schade, wenn die Schönen und Reichen kein Reservat mehr hätten ;-)

Die Buhnen sind nun den Naturgewalten ausgesetzt und verfallen zusehens. Dafür haben wir Fotografen nun ein tolles Motiv, dass wir zum Sonnenuntergang, in der Blauen Stunden oder auch bei Sturm fotografieren können. Besonders viel Spaß macht es mittels Langzeitgbelichtung die Brandung bei den Buhnen glattzuziehen. Das dann alles zu Beginn der Dämmerung bringt die schönsten Bilder. Eine geniale Urlaubserinnerung, oder?

Wie ich meine Bilder gemacht habe, erzähl ich Euch gern. Bestimmt gibt es noch andere und viel bessere Möglichkeiten, solche Bilder zu machen und jede führt bestimmt zu einem tollen Ergebnis.

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In Rantum Nord sind die schönen Buhnenreste von Holzbuhnen zu finden. Wer bei seinem nächsten Sylt-Besuch die Holzbuhnen von Rantum fotografieren will, sollte sein Auto am Besten in der Nähe von der Syltquelle (Hafenstraße) abstellen und zum Weststrand gehen. Sind nur wenige Minuten Fußweg.

Ausrüstungstechnisch hatte ich einen Polfilter und einen Grauverlaufsfilter mitgenommen. Den Weißabgleich habe ich auf bewölkt eingestellt. Schatten geht auch gut (Einfach mal ausprobieren!) Das Ergebnis läßt sich sehen! Dann kommt immer der Polfilter vor das Objektiv (ich nutze den von Hoya HD). Vor den Polfilter schraube ich dann den Anschlussadapter für mein Filterhalter. Bevor ich den Filteradapter aufsetze stelle ich mir den Polfilter ein.

Die Struktur, den der Filter in den Himmel „zaubert“ ist schon geil. Auch die störenden Reflektionen werden gleichzeitig aus dem Meer rausgenommen.

Nachdem der Polfilter eingestellt ist, wird der Filterhalter eingebaut und dann wird nur noch der Grauverlaufsfilter eingeschoben.

Ich nutze einen 0,6ND Grauverlausfilter mit einer harten Kante um den Himmel abzudunkeln von Formatt Hitech.

Leider hatte ich bei meinem Besuch in Rantum nicht den erhofften wolkenlosen Himmel und die Ebbe legte die Buhnen zu weit frei. ( Ein Blick in den Tidenkalender wäre schlauer gewesen ) Also nix mit schönen Himmel und in Brandung stehenden Buhnenresten. Vielleicht klappt´s ja nächstes Jahr.

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Mehr Glück hatte ich mit einer Buhne am Lister Ellenbogen. Diese ist direkt am Leuchtturm List Ost.

Da hat alles gepasst. Kurz nach Sonnenuntergang wurde man mit dem schönsten Himmel und Farben belohnt. Der Ellenbogen bietet noch weit aus mehr Motive und die Automaut von 5 Euro ist gut investiert.

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Dazu mehr beim nächsten Mal!

Viel Spaß beim Nachmachen!

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