Sony A7R – die Betrachtung

Betrachtungen

DSC02492

Prolog„Leicas Albtraum heißt Sony“, titelte „Die Welt“ am 19. Oktober 2013, „Black Leica Killer“ sagte wer in Anlehnung an den „Red Porsche Killer“ aus Brösels Werner-Comic. So dick will ich hier keinesfalls auftragen, aber es ist unstrittig, dass Sony mal wieder etwas Neues auf den Markt gebracht hat und auch wenn viele Menschen immer noch Radiowecker und Spielkonsolen mit den Japanern assoziieren und auch ich hier und da anmerke, dass die Unterhaltungselektronikgene nicht immer zu verleugnen sind, sehe ich – ganz tief drin – die Gene von Minolta und lobe den aktuellen Mut zur Innovation.

Man hätte es schon ahnen können als Sony im letzten Jahr die RX1 (mein Test) auf den Markt gebracht hatte: Es wird ein kompakter Apparat mit Vollformatsensor und Wechselobjektiven kommen und nachdem schon der Camcorder NEX-VG900 auf das E-Bajonett gesetzt hatte, konnte man sich auch darauf einstellen. Nun sind also A7 und die hier im Folgenden betrachtete A7R vorgestellt worden.

DSC02503

Der erste Eindruck – „Hui, ist die klein!“ – Bislang erwartete man bei digitalem Vollformat in der Regel eine große und schwere Kamera, mindestens aber die Abmessungen einer Leica M. Die Sony (126.9 mm x 94.4 mm x 48.2 mm) unterbietet zum Teil sogar die Messsucherkamera (ca. 139 mm x 80 mm x 42 mm) und bewegt sich eher in den Dimensionen der neuen Olympus OM-D oder einer Panasonic Lumix G2, die über einen nur eine Viertel (!) so großen MFT-Sensor verfügen. Doch nicht nur klein ist die Kamera, sie ist auch recht leicht, vor allem in Verbindung mit dem 2.8/35mm-Objektiv, das zusammen mit der A7R bei mir eingetrudelt war. Nichts desto trotz macht die Verarbeitung einen wirklich guten Eindruck, wie von den RX-Kameras oder der NEX-7 schon gewohnt. Im Grunde ist die A7R in der Anmutung eine Mischung aus RX1 und NEX-7 mit Zitaten der RX100.

DSC02494

Die Bedienung – Ich mag es ja, wenn das Gros der Einstellungen an der Kamera vorgenommen werden können ohne in das Menü eintauchen zu müssen und das ist bei dieser kleinen Kamera gegeben. Oben auf dem Gehäuse habe ich den Auslöser mit Ein- und Ausschalter, das Programmeinstellrad, die Belichtungskorrektur und die nach vorne und hinten vorstehenden Einstellrädchen, die eine DSLR immer so komfortabel machen, weil sich hier z.B. Blende und Verschluss unabhängig von einander regulieren lassen. Darüber hinaus gibt es dort noch einen weiteren Knopf C1, auf dem offenbar ab Werk das Fokusfeld gelegt ist. Auf der Rückseite wurde ebenfalls an Knöpfen gespart und das zum Vorteil der Bedienbarkeit. Neben dem AF/MF-AEL-Schalter, dem Knopf C2, wo die Fokusart eingestellt werden kann, einer FN-Taste für die Schnellwahl einzelner Funktionen, dem Drehrad, das auch die ISO einstellen lässt, und den beiden selbsterklärenden Knöpfen darunter, liegt der Menü-Knopf links oben etwas abseits.

DSC02510

Das ist auf den ersten Blick nicht so schön, aber zum Glück muss man ja nicht so oft ins Menü. Die Belegung der C-Tasten ändert sich übrigens, wenn Objektive adaptiert sind, so findet sich auf C1 die Lupe, C2 funktioniert gar nicht. (Wir gehen immer von den Voreinstellungen aus, die die mir zur Verfügung gestellte Kamera hatte.) Wer häufiger bestimmte feste Einstellungen nutzen möchte, kann zwei davon auf dem Programmeinstellrad hinterlegen. Das geschieht wie folgt: Man stellt die Kamera auf die gewünschten Parameter ein > Menu > Kameraeinstellungen > Speicher > 1 oder 2 > Fertig.

klassikkachel

Dabei gilt es unbedingt zu erwähnen, dass Sony trotz der verwandschaftlichen Nähe zur NEX nicht darauf besteht, dass der Nutzer sich auf das von mir so wenig geliebte Kachelmenü einlässt. Man kann es einfach ausschalten und hat dann ein weitgehend konventionelles Menü, was mir einige Umwege über die „Startseite“ spart, wenn ich mal wieder nicht genau weiß, wo was zu finden ist. Eine weitere Vereinfachung ist der Umstand, dass die A7R die Nahfeldkommunikation NFC an Bord hat und ich mein Xperia Z1-Telefon unglaublich einfach mit der Kamera verbinden kann, allerdings ist die App von Sony weiterhin nur mit rudimentären Möglichkeiten ausgestattet. Doch, und das freut mich ungemein, kann man jetzt an der Kamera auslösen und dann werden die Aufnahmen z.B. auf das iPad gestreamt – das war mit meiner NEX-6 nicht möglich. Da wurde nur überspielt, wenn man an Tablet oder Smartphone auslöste. Das ist bei einem Shooting wenig praktisch.

DSC02518

Objektive – Mit dem großen Sensor kommen nun auch die dazu passenden Objektive auf den Markt und dabei hat Sony eine ganze Reihe interessante Linsen angekündigt, so gleich drei Linsen von Carl Zeiss: Neben der kompakten Reportagelinse SEL-35F28Z Sonnar T* FE 35mm F2.8 ZA (UVP: 799,00 Euro) kommt das Portraitobjektiv SEL-55F18Z Sonnar T* FE 55mm F1.8 ZA (999,00 Euro, ab Januar 2014) und schließlich das Standardzoom SEL-2470Z: Vario-Tessar T* FE 24-70mm ZA OSS mit der Anfangsblende f4 (1.199,00 Euro, ab Januar 2014) – gleichen Brennweitenbereich habe ich von Carl Zeiss für meine Sony a850, allerdings mit der Blende f2.8 und einem gewaltigen Gewicht. Als Einstiegslinse im Kit ist das SEL-2870: FE 28-70mm F3.5-5.6 OSS gedacht, etwas spezieller ist da das Telezoom SEL-70200G: FE 70-200mm F4 G OSS aus der G-Reihe, das mit hellem Korpus schon fast professionell daherkommt, wenn man unter professionell die Anmutung der guten alten Minolta APO-Teleobjektive versteht, und im Frühjahr für etwa 2200 Euro erwartet wird. Was offensichtlich nicht passt, sind die Zeiss-Objektive aus der Touit-Reihe, aber Winfried Scherle von der Firma Carl Zeiss kündigte schon manuelle Objektive mit E-Bajonett für das Vollformat an. Die Gerüchteküche erwartet fünf neue Linsen zur Photokina.

Bei diesen Objektiven wird es jedoch nicht bleiben müssen, wie man sich denken kann. Für die A7-Kameras und die gewiss zu erwartenden Ergänzungen in dieser Familie kommen auch zwei neue eigene Adapter für das A-Bajonett. Der LA-EA3 ohne Autofokus schlägt mit 199,00 Euro zu Buche, für den komfortableren LA-EA4 werden 349,00 Euro verlangt.

DSC02525

Richtig spannend wird dann aber die Geschichte mit der Adaption von Fremdlinsen, denn dank des geringen Auflagemaßes ist es jetzt auch endlich möglich, zum Beispiel für das Leica M-Bajonett beschaffte Objektive an einer digitalen Vollformatkamera zu adaptieren – das war bislang nur mit den digitalen Messsucherkameras von Leica (ab M9) möglich. Die Firma Novoflex, von der ich schon einige Adapter besitze und eingesetzt habe, schreibt dazu folgendes: „Durch den vollformatigen Sensor und die enorm hohe Auflösung der neuen Sony Kameras wird die Verwendung erstklassiger Fremdobjektive mittels Adapter nochmals interessanter.“ Das will ich doch meinen.

Selbst in der Mitte

Die Ergebnisse – In den wenigen Tagen, in denen mir der Apparat zur Verfügung stand und ich die Zeit hatte, mich diesem zu widmen, habe ich am meisten Freude daran gehabt, das manuelle 1.5/50mm Sonnar von Zeiss oder das 2.8/135mm Pentacon für „Brenizer-Reihenpanoramen“ an der A7R zu benutzen, sieht man von dem in der Folge skizzierten Verbesserungspotential ab.

brenizerA7R

Das Bild ist mit dem Pentacon aus elf Einzelbildern entstanden und wenngleich ich hier immer noch die DSLR mit dem optischen Sucher im Vorteil sehe, ging es doch recht flüssig von der Hand.

Was ein gesteigertes Interesse auf sich zieht, ist die ISO-Leistung der modernen Kameras, wie es scheint. Ich habe mich also mal auf den Spielplatz begeben und von praktischen zu extremen Werten alles durchgeknipst.

DSC00229

Nicht fehlen darf vielleicht auch nicht die obligatorische Ziegelwand, die ich natürlich auch noch schnell aufgenommen habe. „Out of Cam“ mit dem 2.8/35mm Zeiss.

DSC00199-Bearbeitet

Einschränkungen – Wie schon zu befürchten, hat die A7R Probleme mit Weitwinkelobjektiven kleiner als 28mm. Wie bei der Sony NEX-7 gibt es eine deutliche Vignette und nun auch bei der Vollformatkamera – hier mit dem Voigtländer 4,5/15mm, aber auch beim 4/25mm aus gleichem Hause – beide kommen dem Sensor ob des M-Bajonetts sehr nahe.

DSC02511

Was meiner Meinung nach auch noch nicht perfekt ist, ist die Leistungsfähigkeit des Peakings. Die Kantenmarkierungen sitzen weiterhin nicht exakt genug, um sich gerade mit lichtstärkeren Linsen in der Praxis vollends darauf zu verlassen. Da kommt es eigentlich sehr gelegen, dass auf C1 die 10x Lupe hinterlegt ist und dabei stört es mich weniger, dass ich den Knopf – bei den wenigen Einsätzen – nicht immer mit dem Zeigefinger gefunden habe als der Umstand, dass die Lupe zu schnell wieder umschaltet. Das hat Ricoh zum Beispiel bei der GXR besser gelöst, wo man auch nur ein inneres Rechteck vergrößern lassen kann, den Bildausschnitt aber weiterhin im Blick behält. Ich werde also weiter hoffen, dass Sony das verbessert! (Ich bin geneigt, mehr als ein Ausrufezeichen zu setzen.)

Was mir fehlt – Wenn man schon eine so kleine und so leistungsfähige Kamera auf den Markt bringt, ist der Gedanke, dass der Nutzer mit ihr auf Reisen geht, gewiss kein abwegiger – er liegt sogar verdammt nah. Ich kann mir sehr lebhaft vorstellen, dass GPS ein mehr als sinnvolles Feature wäre, wo Sony es schon Kompaktkameras spendiert. Desweiteren hoffte ich auf eine deutlich bessere Fokusunterstützung. Das Peaking scheint etwas besser zu sein, aber belegen kann ich es nicht und es beschleicht das Gefühl, dass ich mir das nur einrede. Es bleibt also Luft nach oben. Was ich auch noch mit einer gewissen Enttäuschung zur Kenntnis genommen habe, ist der Umstand, dass es keinen Anschluss mehr für den Drahtauslöser gibt – ich hatte ihn an der RX1 so freudig begrüßt. Was mir nicht aufgefallen ist, aber sehr wohl Kaiman Wong von DigitalRev, ist, dass die A7R eine Blitzsynchronzeit von 1/160s hat, was ja ein wenig lang ist, wie ich finde. Die A7 ist mit 1/250s schneller.

Video – Ich filme ja nicht und mag mich dazu nicht weiter äußern. Es gibt Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer, Sony zeigt Bilder mit externem Monitor und verweist auf makellose Full HD-Videos mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde und für den Ton anpassbare Aufzeichnungsebenen und Messanzeigen. Es scheint also alles an Bord zu sein, außer vielleicht ein Touchdisplay, welches das Fokussieren komfortabler gestalten würde.

DSC00228

Leserfragen – Ich hatte ja schon vor einer Weile, praktisch mit Testbeginn, einen Beitrag auf der Seite geschrieben und darum gebeten, Fragen zu stellen zum neuen Apparat, um diesen nachgehen und hier berücksichtigen zu können, aber es war etwas ernüchternd. Einer fragte, wo man die Kamera kaufen könne, obwohl ich einleitend schrieb „vor der offiziellen Markteinführung“, ein anderer beklagte sich über den überschaubaren Informationsgehalt des Beitrags, und so weiter. Werten wir also aus, was übrig blieb:

  • Martin fragte: Mich würde mal interessieren ob sie genauso verwacklungsfreudig bei Zeiten um die 1/100 s ist wie meine D800…

Bei meinen Versuchen von 1/100 Sek, aus der Hand, habe ich keine Verwackler festgestellt. Von dem „Problem“ an der Nikon D800 habe ich gehört, aber näher befasst habe ich mich damit nicht.

  • und Jan wollte wissen: Wie macht sich das Auslösegeräusch im Bezug auf Streetphotography bemerkbar? Nervig oder doch nur eine zu sehr gepushte Nachricht? Welche Weitwinkelobjektive machen sich gut an der Kamera? Und wie schlägt sich, wenn du so eins besitzt, das Canon fd 50mm f1.4 an der Kamera?

Das Auslösegeräusch ist, wie ich oben schon beschrieben habe, durchaus satt und klar zu vernehmen, in etwa so laut wie bei einer DSLR, wobei man mir sagte, dass die A7 deutlich leiser sein soll als die A7R. Inwieweit es zu hören ist zwischen den Umgebungsgeräuschen auf der Straße, hängt wohl immer von der Situation ab, aber eine „Flüsterkamera“ ist die Sony nicht. Die Objektivfrage lässt sich nur bedingt beantworten, denn die von Dir genannte Canon-Linse besitze leider nicht, aber das Zusammenspiel mit dem Carl Zeiss Sonnar 1.5/50mm empfinde ich als ausgezeichnet.

Die Mitbewerber, so es sie gibt – Die A7 tritt trotz der einleitenden Thesen meiner Meinung nach nicht in Konkurrenz zur Leica M-E oder M, sondern an gegen die beiden digitalen Spiegelreflexkameras Canon EOS 6D sowie Nikon D610, die laut Liste preislich etwas höher angesiedelt sind. Die A7R würde ich nicht zuletzt ob des höheren Preises und des identischen Sensors neben die Nikon D800 stellen und auf die mit nur 22 Megapixeln und deutlich teurere Canon EOS 5D Mark III nur verweisen, bevor jemand auf die Idee kommt, mir nörgelnd vorzuwerfen, ich hätte sie vergessen und eh keine Ahnung. Der Mitbewerber im eigenen Hause und der einzige ohne optischen Sucher ist die Sony SLT-A99.

Fazit – Auch wenn Jan Dams in der „Welt“ geschrieben hatte, „Leicas Albtraum heißt Sony“ wird die A7R die M-Leica nicht von der Bildfläche fegen, denn in Sachen Aussehen, Haptik und manuellem Fokussieren bleibt die Solmser Kamera der Sony überlegen, aber da die Leica ob ihres horrenden Preises für das Gros der Interessierten nicht bezahlbar ist, rückt die A7(R) in eine Lücke, die die anderen vermeintlich namhaften Mitbewerber in vielen Jahren nicht zu füllen in der Lage waren. Die Versuche von Nikon und Canon auf dem Markt der Systemkameras Fuß zu fassen, betrachte ich fast mitleidig, Olympus und Panasonic machen tolle Systemkameras, aber mit dem MFT-Sensor.

Die staub- und spritzwassergeschützte Sony wäre gewiss meine erste Wahl, wenn ich ein neues System beginnen sollte, vor allem, wenn es darum geht, meine Objektive mit M-Bajonett zu adaptieren. Allerdings würde ich mir wünschen, dass Sony etwas einfällt, die Vignette bei Verwendung von Weitwinkelobjektiven zu entfernen – da wäre eine interne Datenbank und automatische Erkennung gewiss eine feine Sache, so wie Fujifilm es im Mai 2012 für die X-Pro 1 vorgestellt hat. Ich würde übrigens die „kleinere“ A7 nehmen, denn meine Rechnerkapazitäten daheim zeigen sich mit den ca. 40 MB pro RAW beziehungsweise 15-20 MB pro JPEG aus der A7R etwas überfordert und das Fehlen des Tiefpassfilters macht meine Fotos auch nicht besser.

Zum Ende seines Artikels kommt Jan Dams zu dem Schluss, den ich weitgehend teile: „Wenn Sony seine beiden neuen Produkte anders als in der Vergangenheit mit guten Objektiven und der stetigen Modernisierung der Software pflegt, könnten sie den Markt damit erstmals aufrollen. Es ist eine seltene Chance.“ Ich allerdings mochte die Zeiss-Objektive von Sony schon lange.

Der PreisSony Alpha 7KB Systemkamera (24,3 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, BIONZ X, 2,3 Megapixel OLED Sucher, NFC) inkl. SEL 28-70mm schwarz, rund 1800 Euro bei amazon.de, α7R 35 mm Wechselobjektivkamera (nur Gehäuse ohne Objektiv), rund 2100 Euro bei sony.de.

Apple MacBook Pro Retina Display 33,78 cm (13,3 Zoll) Notebook (Intel Core i5, 2.6GHz, 8GB RAM, 256GB SSD, Intel HD 4000)

17 Kommentare

  1. Pingback: Erfahrungen mit eurer a7(r) - Seite 19 - Systemkamera Forum

  2. Hallo,

    Danke für den umfassenden Eindruck. Habe mir eine 7R geleistet und kann ihre Eindrücke nur bestätigen. Hoffe auch, dass Sony schnell weitere Premium-Linsen baut, aktuell komme ich aber gut mit Leica und Zeiss Linsen zurecht.

    besten Gruss

    Sven

  3. Hallo,

    als neuer Eigentümer eine A7 habe ich den Bericht gerne gelesen und möchte etwas zum Auslösegeräusch beitragen.

    Bei der A7 ist per Grundeinstellung ein elektronischer Verschluss aktiviert. Dadurch hört sie sich leiser an, als die A7r, weil man den ersten Verschlussvorhang nicht hört. Man kann den elektronischen Verschluss aber abschalten, sodass es auch zu diesen „Doppelschlag“ kommt.

    Interessant fand ich die Aussage bei WW-Objektive < 28mm. Wie ist die Einschätzung, wenn man z.B. ein 24mm Objektiv von Minolta, Nikon, Canon usw. adaptiert, die durch den Adapter ein anderes Auflagemass bekommen?

    Erstmal danke für den Bericht und der Antwort

    Gruß Mark

  4. Stephan sagt

    Die Anmerkung zu den WW-Linsen gilt hier nur für die Objektive mit M-Bajonett, die dem Sensor mit dem letzten Glas sehr nahe kommen.

  5. Moin,
    ich habe an der A7R einSony E 10-18mm benutzt. Die A7R erkennt das E Objektiv und stellt auf APS C um. Die Leistung ist gut und ich werde in den naechsten Tagen meine anderen Sony E ausprobieren.
    Gruss Holger

  6. Hallo Stephan,

    sehr umfassend und klar geschildert. Die Lupe auf C1 kannst Du aber über das Menü auch permanent einstellen. Ich habe noch keine Kamera erlebt die so viele Einstellmöglichkeiten für die Belegung der Bedientasten zur Verfügung stellt.

    Was mich noch stört, ist das momentane nicht Vorhandensein von Erklärungen zu den einzelnen Menüpunkten. Es ergeben sich doch im Einzelnen immer wieder ein paar offene Fragen. Wird Zeit, dass mal jemand ein Buch schreibt ;).

    LG
    Christian

  7. Stephan sagt

    Ah, die Belegung hatte ich im Menü nicht gesehen und eine Anleitung lag mir nicht vor. ;-)

  8. @cgPhotography

    ich habe mir übergangsweise den Punkt „Kameraführer“ auf den Papierkorb gelegt. Da kannst Du Dir bei den einzelnen Menüpunkten die Erläuterung einblenden lassen. Ist zwar nicht so umfangreich wie bei Olympus, aber besser als gar nichts. Leider gibt´s die Bedienungsanleitung noch nicht in Deutsch. Nur die beiliegende Kurzanleitung, die aber nicht viel aussagt.

    Gruß Mark

  9. Moin Moin Stephan,

    gibt es eine Empfehlung, mit welchem kleinen Blitz (immerdrauf), die Funktionen der Kamera noch weitestgehend nutzen kann? Ich benutze einen solchen kleinen Blitz (in der Nex-7 festeingebaut) gerne zum Aufhellen im Gegenlicht und im Haus und sonst nix..

    Und zweitens: Man findet bei DXO Sensor Mark jetzt deutliche Unterschiede in der Beurteilung des Sensors. So ist man doch sehr geneigt, die a7R zu nehmen; aber ich hätte da auch die Bedenken, dass mein Rechner die Bilddatenmengen nur schleppend verarbeitet (LR5, PS CS6, DXO). Was soll ich nur tun? Noch habe ich wohl etwas Zeit, zumal bei mir dann dass Zeiss 24-70 immerdrauf soll, welches wohl erst Anfang 2014 auf den Markt kommt?!

    Gruß
    Hartmut

  10. Stephan sagt

    Hallo Hartmut! Ich habe die Sache mit dem Blitz nicht weiter verfolgt. Nachdem ich der Firma Metz über Sony eine NEX-6 hatte zukommen lassen und die dann nur Modelle nennen könnte, die man nur adaptieren kann, habe ich derartige Nachforschungen nach Systemblitzen nicht mehr angestellt.

    Die Wahl der Kamera kann ich dir nicht abnehmen, aber die Datenmenge der A7R ist schon riesig und ich denke, dass die kleine Schwester für Street die bessere Wahl ist.

  11. Wolfgang Schuster sagt

    Hallo,

    die Sony A7 könnte auch eine Kamera für mich sein, weshalb ich Ihren Bericht sehr aufmerksam gelesen habe. Da ich viel mit Stativ fotografiere, lege ich großen Wert auf die Stabilität der Einheit von Stativ und Kamera. Bei den Spiegelreflexkameras war dies nie ein besonderes Problem, weil die DSLR bauartbedingt eine große Auflagefläche haben. Bei den Systemkameras wird das aber sehr leicht zum Problem, da die Kameragehäuse eine deutlich geringere Tiefe haben, als die DSLR. Auch die Sony A7 hat eine ziemlich mäßige Auflagefläche auf der Schnellwechselplatte eines Kugelgelenks.

    Ich besitze die Sony NEX 6, die mit einem schweren Objektiv ohne Stativschelle eine ziemlich labile Angelegenheit auf dem Stativ ergibt. Bei der Sony A7 ist es etwas besser, aber nicht wesentlich. Ich habe aber leider bisher in keinem einzigen Test zu diesem Problem eine Aussage gefunden. Ich möchte daraus schließen, dass nur sehr wenige Fotografen mit Stativ arbeiten, so dass dieses Problem keinen Tester besonders interessiert.

    Die Gewichtsgrenze zwischen Objektiven mit Stativschelle und ohne Stativschelle liegt bei etwa 1000g. Dies ergibt bei den schwereren Objektiven unter dieser Grenze ein starke Kopflastigkeit, die die Stabilität ziemlich stark beeinträchtigt. Könnte man diese Problematik bei den Systemkameras nicht doch einmal thematisieren ?

    In diesem Zusammenhang möchte ich auch das Problem der Verdrehsicherheit der Kamera gegenüber der Schnellwechselplatte ansprechen. Die Gefahr des Verdrehens spielt vor allem bei Hochaufnahmen eine Rolle, In der Norm ISO 1222 ist die Verdrehsicherung für Videokameras und Fotokameras geregelt. In der Praxis wurde die Verdrehsicherung aber nur für die Videokameras übernommen. Jede Videokamera hat im Gehäuseboden neben dem Gewinde ein Passloch für den Videopin. M.W. gibt es nur eine einzige Kamera, bei der die ISO 1222 berücksichtigt wurde und das ist die Leica S2 / S. Sie hat sogar 2 Passlöcher, weil sie im Kameraboden die beiden Kameragewinde 1/4 und 3/8 Zoll hat. Könnte diese Problematik nicht auch einmal thematisiert werden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Schuster

  12. Stephan sagt

    Ich nutze mit der NEX-6 den L-Winkel von Really Right Stuff und habe seither für meine Zwecke keine Probleme. :-)

  13. Wolfgang Schuster sagt

    Hallo Stephan,

    das Zubehör von Really Right Stuff kenne ich und es funktioniert sicherlich auch gut. Aber wenn man mehrerer Kameras hat, dann kauft man eben halt auch mehrere L-Winkel, wobei ,man für einen Winkel ca. 100,- € rechnen kann, wobei es nicht für jedes Kameramodell einen Winkel gibt.

    Bei diesem Thema gibt es 2 Gesichtspunkte:
    Der eine Gesichtspunkt betrifft die tatsächlichen Möglichkeiten, mit angebotenem Zubehör zurecht zu kommen.
    Der andere Gesichtspunkt betrifft die Tatsache, dass die Kamerahersteller mit relativ wenig Aufwand das Passloch für den normengerechten Videopin (ISO 1222) im Kameraboden herstellen könnten. Die Schnellwechselplatten mit Videopin gibt es ja schon, Ich finde es einfach absurd, dass die Viodeo-Kameras das Passloch für den Videopin besitzen, obwohl sie ihn eigentlich gar nicht brauchen, dass aber die Fotokameras, für die das Passloch viel wichtiger ist, dieses von den Herstellern aber nicht bekommen.

  14. Ihre Feststellung über die Eigenschaften der a 7r mit Weitwinkelobjektiven kann ich überhaupt nicht bestätigen. Z. B. verhält sich das Zeiss 21mm 2.8 ZE Distagon (Nikon) mit Novoflex-Adapter ausgezeichnet. Die Bildqualität ist excellent wie bei der Nikon D 800E.

  15. Stephan sagt

    Da haben Sie etwas missverstanden. Es geht um Weitwinkelobjektive mit M-Bajonett, also sehr geringem Auflagemaß. Jene für das Nikon-Bajonett sind ob des eigentlich vorhandenen Spiegelkastens viel weiter entfernt vom Sensor, wenn man sie adaptiert.

  16. Volker sagt

    (D)SLR Retrofokus Weitwinkel dürften generell gut funktionieren.
    Zudem bringen auch noch relativ kleine Objektive wie das Leica M „Wate“ oder Voigtländer Ultron 21mm f/1.8 ASPH überzeugende Abbildungsleistung, weil sie telezentrisch konstruiert sind.

  17. Rudi Lengersdorf sagt

    Hallo zusammen,
    ich habe seit zwei Monaten die A 7 und bin damit sehr zufrieden. Die mangelnde Objektivauswahlt glieche ich mit alten Canon FD Objetiven und Adapterring aus und Prog. A, klappt hervorragend. Was mich allerdings irritiert ist das laute Auslösegeräuch, genau so laut wie bei meiner alten Canon 5 D. Hat jemand einen Tipp, ob man das ausschalten kann. Habe schon alles probiert – aber nicht gefunden.

Kommentare sind geschlossen.