Hamburg Photolocations #1

Photographie

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Ein erschütternd weltmännischer Titel zu diesem Beitrag und ein Indiz dafür, dass er sich auch und gerade an Nicht-Hamburger wendet, die meiner vergötterungswürdigen Heimatstadt einen Besuch abstatten und Sehenswürdigkeiten wie Eckchen ablichten wollen. Mit etwas Glück und Dings findet sich aber auch für Neustädter oder altengesessene Hanseaten ein hilfreicher Hinweis.

Spiegel

Beginnen wir den unsortierten Rundgang mit der Ericusspitze, auf dem unter anderem das neue Gebäude des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL steht – für mich mit der architektonisch gelungenste Bauabschnitt in der HafenCity. Vom Hauptbahnhof fußläufig bequem erreichbar bildet es für mich den diesseitigen Eingang zum Neubauquartier. Aufgenommen habe ich dieses Bild dann von der Eisenbahnbrücke an deren Ende links die ebenfalls sehr sehenswerte Oberhafenkantine steht.

Hamburg 15s

Eine Skyline in dem Sinne hat Hamburg ja nicht, aber der Blick über die Binnenalster dürfte schon als sehr typische Stadtansicht gelten. Ich habe dieses Bild aufgenommen im Park an der Lombardsbrücke.

Elbe 3

Der Strand von Övelgönne mit dem Blick auf alte Schiffe des Museumshafens Neumühlen und die Kaianlagen und rein in den Parkhafen ist gerade bei gutem Wetter ein sehr beliebter Ausflugsort für die Einheimischen. Ich stehe hier und am Ufer runter bis zum Altonaer Fischmarkt immer wieder gerne herum und lichte das Treiben auf dem Fluss ab. Zu erreichen ist der Strand mit dem Bus vom Bahnhof Altona aus oder per Fähre – die wohl günstigste Form der Hafenrundfahrt!

Zweispurigkeit

Die Oldtimer-Tankstelle mit Erfrischungsraum ist ein wenig wie eine Zeitreise. An einem eher schmucklosen Ort am Billhorner Röhrendamm 4, 20539 Hamburg, steht der Treffpunkt der automobilen Klassiker (am Wochenende). Aber nicht nur Öl und Blech sind hier einen Besuch wert, auch die wirklich gute Küche: Tageskarte.

Gruppenbild

Der Jüdische Friedhof Altona ist für mich immer wieder ein richtig unwirklicher Platz, immer wieder entdecke ich auf dem Areal neue Dinge, faszinierende Details und Ansichten. Vor dem Besuch lohnt es sich, die Öffnungszeiten zu beachten und die Herren der Schöpfung sollten nicht vergessen, eine Kopfbedeckung einzupacken. Man bekommt zwar eine Kippa, wenn man doch unbemützt auftaucht, aber ich war mehr damit beschäftigt, diese auf meinem Kopf zu behalten, als Fotos zu machen.

Carrousels

In der Hamburg!-Gruppe auf flickr hatte sich vor Jahren der Photowalk DOM – the day before! etabliert. Man trifft sich dazu am letzten Tage vor der Eröffnung des großen Volksfestes auf dem Heiligengeistfeld und lichtet Stände, Buden und Fahrgeschäfte in den letzten Zügen des Aufbaus oder im Testbetrieb praktisch ohne Publikum ab. Es hat ein bisschen was von Coney Island nach Schließung, also fast.

Sturmmacher

Der Alte Elbtunnel an den St. Pauli Landungsbrücken ist gerade am Abend eine schöne Örtlichkeit, um nicht Location zu sagen. Das Baudenkmal ist Ziel vieler Fotografen und lohnt nicht nur ob seiner selbst, denn wenn man auf der südlichen Elbseite in Sternwerder wieder herauskommt, lohnt der Weg zum „Drachenfelsen“ am Elbufer – der Blick auf Landungsbrücken bis zur Elbphilharmonie ist sehenswert.

Right and Shine II

An der Fahranlegestelle Dockland steht gleichnamiges Bürogebäude, das ein wenig an ein Schiff erinnert. Was man beachten muss, ist der Umstand, dass das Gebäude, auf das man über die Außentreppe kraxeln kann, auf Privatgrund steht: Wenn ein humorloser Sicherheitsmitarbeiter Dienst hat, könnte man zu unerfreulicher Konversation gezwungen sein.

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Strand hatten wir schon, aber es gibt noch mehr davon und zwar unter anderem in Wittenbergen. Ganz im Westen Hamburgs, unweit der Stadtgrenze zu Wedel ist hier noch einmal ein sehr schöner Strand, von dem man auch Ozeanriesen vor fast unbebauten Ufern ablichten kann.

Auf der Brücke

Speicherstadt – DER Klassiker, wie ich ohne Belege geradeaus behaupte. Das Wasserschloss, das keines ist, von der Poggenmühlenbrücke aus aufgenommen. Das Motiv lockt besonders bei Dunkelheit Fotofreunde und Fotofreundinnen an wie Mücken das Licht.

Wie die #1 im Titel erwarten lässt, wird diese Serie in Zukunft noch weitergeführt, wollte ich das Füllhorn doch nicht schon im ersten Anlauf komplett ausschütten. Anregungen meiner geneigten Leserschaft sind natürlich auch willkommen.

Altmodische Navigationshilfe: Falk Cityplan Hamburg

2 Kommentare

  1. Sehr schöne Sammlung. Gerade mir als „Nicht-Hamburger“ sind solche Tipps wichtig, weil man ja auch mal Bilder machen möchte, die noch nicht zu dutzenden durchs Internet kursieren! Freue mich auf reichliche Fortsetzungen! Gruß, Carsten

  2. Hallo Stephan,

    schöne Zusammenstellung von Locations in Hamburg. Ich habe vor kurzem ein Projekt zum Thema Foto-Locations gestartet, allerdings nicht auf eine bestimmte Region beschränkt.

    Auf http://www.22places.de möchte ich die schönsten Foto-Locations in Deutschland und weltweit zusammen tragen. Jeder kann sich auf der Webseite kostenlos anmelden und selbst neue Locations vorstellen.

    Vielleicht hast du ja Lust, einige deiner Lieblingsplätze in Hamburg auch bei 22places vorzustellen? Ich würde mich freuen. Einiges gibt es auch schon: http://www.22places.de/hamburg

    Viele Grüße
    Sebastian

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