Canon SELPHY CP810 – die Betrachtung

Test

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Ein Fotodrucker war mir für den Schreibtisch immer zu groß und so habe ich nun einen gekauft, der so klein ist, dass er in eine Schublade passt. Das hängt jetzt nicht direkt zusammen, denn ich schielte auf einen, der bis DIN A3 druckt, jetzt habe ich 10×15 cm.

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Das reicht, um den Großeltern frische Bilder der Enkelin zu geben, Tagebücher zu illustrieren oder Last-Minute-Geschenke zu basteln. Da Canon außerdem behauptet, dass die Ausdrucke 100 Jahre halten, drucke ich wichtige Alltagsmomente spontan auch mal aus und packe sie für später einmal in eine Blechkiste – das hält länger als das Gros der digitalen Bilddaten.

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Den SELPHY, dessen Nachfolger schon am Ende der Straße winkt, was den Interessierten gewiss entgegen kommt, habe ich mir für bummelig 70 Euro bei bei amazon.de bestellt, dazu den 108er Pack Canon KP-108IN Druckerkartusche und Papier 100 x 148 mm für rund 30 Euro, was es auch nicht wirklich teurer macht, als die Ausdrucke im Elektromarkt, wobei ich hier schon Pech mit der Qualität hatte und sich der Druck vom Papier löste.

Canon bewirbt sein Produkt unter anderem mit den folgenden besonderen Attributen:

• Einfach und schnell: Fotoprint in Laborqualität in unter einer Minute

• 6,8 cm (2,7 Zoll) aufstellbares LCD für gute Lesbarkeit

• Direktdruck von Speicherkarten, Digitalkameras und USB-Sticks

• ID Photo Print ermöglicht den Druck von ID-Fotos in praktisch allen gängigen Formaten

• Automatische Bildoptimierung mit Szenen- und Gesichtserkennung korrigiert die Bilddaten für erstklassige Resultate

• Bis zu 100 Jahre farbstabile Fotoprints

• Optional erhältlicher Akku für das Drucken unterwegs

Fazit: Meiner Erfahrung nach – ich drucke ausschließlich auf das o.g. Papier in 10×15 – erzielt dieser kleine Drucker sehr ordentliche Ergebnisse, auf den ersten Blick sind sie besser als jene, die ich als Sofortdruck in Elektrokaufhäusern oder Drogerien bekomme. Mit Abzügen von Negativ ist es aber nicht zu vergleichen und es gibt sicherlich auch Tintenstrahldrucker, die das besser können. Für meine oben skizzierten Einsatzzwecke reicht der Canon aus.

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Was allerdings nicht unkommentiert bleiben sollte, ist der Umstand, dass das Display vielleicht gut lesbar ist, man die Bilder auch erkennt, aber brilliant ist es nicht. Außerdem ist es nicht möglich, RAW-Dateien zu drucken – ich habe es mit einer Sony Alpha und einer Ricoh GR getestet. Das könnte man sich denken, wenn man sich ein wenig mit der Materie befasst hat, aber ich meine, dass der Hersteller in seiner vollmundigen Skizze darauf hätte hinweisen sollen, dass die Möglichkeit des Direktdrucks sich auf JPEGs beschränkt. Außerdem kommt es, wie hier auf dem einen Ausdruck zu sehen, dann und wann zu kleinen Bildfehlern, die möglicherweise durch eine Verschmutzung im Gerät auftauchen, aber ich habe das so nicht wiederholen können.

5 Kommentare

  1. Ich habe den Nachfolger, den 900er. Hauptgrund war die Möglichkeit übers WLAN zu verbinden. Ansonsten sind meine Erfahrungen so ziemlich deckungsgleich, außer dem Bildfehler, da hatte ich bisher Glück.

    Alles in allem ein grundsolider Fotodrucker der macht was er machen soll!

  2. Die Bildfehler kommen meiner Erfahrung nach von Staub, der sich unvermeidbar ins Innere verirrt. Vor dem Drucken ordentlich durchpusten hilft meist und es sollte möglichst auf einer staubarmen Unterlage gedruckt werden, da man sonst neue Fussel mit dem Papier reinzieht.

  3. Die Teile sind wirklich brauchbar. Ich habe mir ( mittlerweile kann man sagen vor Jahren ) auch einen zugelegt. Der Einzug ist dann leider kaputt gegangen, aber der Nachfolger rattert noch immer fleißig.

    Was die Verschmutzungen betrifft, mit denen muss man einfach leben. Alternativ zwischen jedem 2. / 3. Druck einmal mit dem beigelegten Reiniger drüberfahren. Damit kann man das halbwegs vermeiden.

  4. Da ist ein Reiniger bei? Den habe ich gar nicht gefunden, ist der irgendwo im Gehäuse versteckt?

  5. Danke für Deinen – wie immer – persönlichen Bericht! Ich ‚liebäugle‘ schon lange mit so einem Ding, vor allem für Familien- und Erinnerungsfotos aber durchaus auch im Sinne einer Polaroid – mit einigen Minuten zeitlichem ‚Offset‘.

    Das wäre nun nicht unbedingt Anlass für einen Kommentar. Aber Dein Halbsatz, dass ein Bild im Karton / in der Dose potentiell länger leben wird als die unzähligen Dateien, die wir so ansammeln, den kann man in meinen Augen nicht deutlich genug hervorheben. ;-)

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