Cullmann Magnesit MB2.1 – die Betrachtung

Photographie / Test

IMGP1206

Die Firma Cullmann war im vergangenen Jahr so freundlich, mir unter anderem den Magnesit MB2.1 Kugelkopf zur Verfügung zu stellen. Diesen rüstete ich mit einer Concept One OX366 Schnellkupplungs-Einheit aus und benutzte ihn zum Beispiel auf Island mit meinen Messsucher- und System-Kameras. Mit einer Tragfähigkeit von 5 Kilogramm war der Kopf damit absolut ausreichend dimensioniert, wie sich herausstellen sollte.

Wagen wir einen ersten Blick auf den Stativkopf (vgl. Daten auf der Herstellerseite) und es wird sehr offensichtlich, dass der in Deutschland entwickelte und produzierte Magnesit in einem sehr puristischen und glatten Design daherkommt, was mir zunächst einmal absolut zusagte, ebenso die Verarbeitung und die Funktionalität mit dem durch das kleine Stellrad arretierbaren Drehteller. Zunächst tat das Konstrukt, auf das Cullmann 10 Jahre Garantie gewährt, seinen Dienst tadellos.

Mit der Zeit, ohne wirklich regelmäßige oder überharte Beanspruchung offenbarte sich dann aber ein konstruktionsbedingtes Problem: wenn das große Einstellrad einmal festsitzt, dann sitzt es fest und lässt sich erst durch den Einsatz einer Wasserpumpenzange wieder lösen. Andere Hersteller, wie Manfrotto, bieten zum Beispiel eine Art Flügelschraube an, die man fraglos besser lösen kann, Sirui gibt seinen Stellrädern immerhin eine geriffelte Oberfläche, aber die Magnesit von Cullmann sind nur gummiert und bergen außerdem die Gefahr, sich mit dem Daumenknöchel an der unteren Platte zu verletzen, wenn man mit oder ohne Küchenhandtuch und dennoch händisch versucht, dem Problem Herr zu werden. Schade.

1 Kommentare

  1. Günther Sommer sagt

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich dachte schon ich währe mit dem Problem allein auf der Welt.
    Die „größeren“ Modelle haben das Problem, zumindest bei mir, nicht.

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