F★ck you Freudenhaus!

Photographie

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Ich bin ja ein weltoffener, ein toleranter Freund des Fußballsports und auch wenn ich gewiss nicht dem FC St. Pauli die Daumen drücke, ist er wie der Hamburger SV, der Altonaer FC von 1893 oder der SC Victoria Hamburg, um nur einige zu nennen, doch Teil der Sportgeschichte meiner Heimatstadt. Ich habe mich also in die Höhle der Anderen gewagt, um mir die temporäre Ausstellung „F★ck you Freudenhaus!“ anzusehen, die am 30. August ihren letzten Tag hatte.

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Auf über 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche will der gemeinnützige Förderverein 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. (eines der fünf Dauerprojekte bei KIEZHELDEN, der sozialen Plattform des FC St. Pauli) das Werden und Bleiben eines außergewöhnlichen Fußballstadions dokumentieren und erlebbar machen. Und zwar so, dass langjährige Fans ebenso auf ihre Kosten kommen wie neugierige Sympathisanten des FC St. Pauli, die vielleicht sogar noch nie ein Spiel dort erlebt haben. (blog.1910-museum.de)

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Den ehrenamtlichen Einsatz, mit dem das Projekt auf die Beine gestellt wurde, finde ich auf jeden Fall absolut lobenswert, zeigt es doch von einem hohen Grad an Willen, das Leben rund um den Verein mitzugestalten. Allerdings könnte das auch ein Grund dafür sein, dass die Ausstellung bei guten Ansätzen in meinen Augen insgesamt etwas dünn geraten ist. „Der größte Schatz des FC St. Pauli – das sind keine goldenen Pokale. Sondern die Werte, die Verein und Fans entwickeln und tragen“, liest man – mit der zitierten Interpunktion – auf einem Täfelchen. Ich hatte keine Pokalvitrine erwartet, dafür haben die Kiezkicker in den vielen Dekaden des Bestehens zuwenig Silberwaren einfahren, aber wenige Stadionmodelle, die Kita-Ecke, Wandtafeln, einige Videos und Fotos aus vorwiegend den letzten Jahren, waren mir zu wenig. Das mögen solche, die den Verein leben, vermutlich anders sehen.

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Vor vier Jahren gab es schon einmal eine Ausstellung vor dem Millerntor-Stadion, ebenfalls nur für eine Weile. Diese, in Containern aufgebaut, zum 100-jährigen Jubiläum, hatte mir deutlich besser gefallen, aber ich muss auch einräumen, dass ich ein sehr großer Freund von dreidimensionalen Exponaten bin.

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