Leica M-A – braucht es mehr?

Photographie

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In den letzten Jahren nörgelte ich selbst für meinen Geschmack ein bisschen viel herum an Leica, aber die zuletzt vorgestellten Geräte war nach meinem (sic!) Dafürhalten einfach zu teuer, um für mich auch nach großen Sparanstrengungen erstrebsam zu sein. Um es gleich vorauszuschicken: „Die Leica M-A ist ab Oktober 2014 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 3850 Euro im Leica Fotofachhandel erhältlich“ – inklusive eines Kodak TRI-X 400!

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Warum ich nicht gleich wieder durchdrehe und „Pfui!“ rufe, hat auch damit zu tun, dass die anderen Kamerahersteller ihre analogen Apparate aus dem Programm nehmen, ohne Not, wie ich ohne Einblick in die Geschäft behaupte. Nachdem Zeiss die wundervolle analoge Leica M-Alternative Zeiss Ikon ZM, die ohnehin nur stiefmüttlerlichst vertrieben und nahezu unbeworben war, aus dem Programm gekommen hat, Voigtländer sein Portfolio ausdünnte, Hasselblad die 500er Reihe einstellte und zuletzt nun auch Fujifilm das Produktionsende der großartigen Fujifilm GF670 erklärte, ist es in meinen Augen ein grandioses Bekenntnis von Leica. Natürlich ist die M-A ziemlich teuer und viele Interessierte werden auf Gebrauchtgeräte zurückgreifen wollen, aber das ist in diesem Fall nicht wichtig.

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Leica, das die M-A als „Präzisionswerkzeug für Liebhaber der entschleunigten Fotografie“ vorstellt, schreibt in seiner Pressemitteilung: „Als rein mechanisch arbeitende Messsuchersystemkamera steht die Leica M-A für eine Rückbesinnung auf die Fotografie in ihrer ursprünglichsten Form. Ausgestattet ohne Monitor, Belichtungsmesser oder Batterie eröffnet sie Fotografen ganz neue kreative Freiräume. Denn reduziert auf die wesentlichen Kamerafunktionen kann sich der Anwender mit der M-A ganz auf das Motiv, die wesentlichen Parameter der Bildgestaltung wie Brennweite, Blende und Belichtungszeit und den entscheidenden Moment der Aufnahme konzentrieren.“

Wäre ich nicht bereits gut versorgt und zu geizig/sparsam/vernünftig, könnte ich mir eine M-A, zusammen mit einem Voigtländer VC Meter IIamaz sehr plastisch als mein Werkzeug vorstellen.

5 Kommentare

  1. … Leica, das die M-A als “Präzisionswerkzeug für Liebhaber der entschleunigten Fotografie” vorstellt, schreibt in seiner Pressemitteilung: “Als rein mechanisch arbeitende Messsuchersystemkamera steht die Leica M-A für eine Rückbesinnung auf die Fotografie in ihrer ursprünglichsten Form. Ausgestattet ohne Monitor, Belichtungsmesser oder Batterie eröffnet sie Fotografen ganz neue kreative Freiräume. Denn reduziert auf die wesentlichen Kamerafunktionen kann sich der Anwender mit der M-A ganz auf das Motiv, die wesentlichen Parameter der Bildgestaltung wie Brennweite, Blende und Belichtungszeit und den entscheidenden Moment der Aufnahme konzentrieren.”…

    Jo… das muss man erst mal sacken lassen und dann langsam einatmen… und dann wieder ausatmen… Für diese Erkenntnis braucht man keine Leica. Das hast Du ja auch schon fein erkannt. Ich habe noch zwei Minoltas der letzten Stunde, die für dieses „Erlebnis“ völlig aureichen. Auch wenn ich (natürlich und ohne Wiederrede) gestehe, dass Minolta niemals solch schönen „Fotoapparate“ gebaut hat. Joa… ich bin ein Leica Fan – ich gebe es zu. Doch leider reicht es dieser Firma nicht, dass ich ein Fan bin, der liebend gern mit deren Produkten spielen möchte – aber niemals bezahlen kann. (Ebenso gibt es auch die Knaller, die so was aus der Portokasse bezahlen, aber niemals auch nur einen Gedanken an PHOTOGRAPHIE verschwendet haben). Statussymbol nennt man das wohl.

    Doch um noch einmal auf den ersten Absatz zurück zu kommen. Du kannst mit JEDER Kamera völlig entschleunigt, auch mit Digitalknipsen die bis zu 14 Bilder/sec. ballern, fotografieren. Es liegt ganz an Dir. Nicht an irgendwelchen markigen Werbesprüchen von einer Weltfirma namens Leica… Oder? Denk mal drüber nach. Bei mir klappt das hervorragend auch mit einer EOS 5D MK III… ohne Probleme – manchmal klebe ich sogar den Monitor ab… den brauch ich eh nicht – ich WEISS ja was ich mache… Also – immer gut Licht! Denn DAS ist das wichtigste was Du brauchst…

  2. Mit dem inclusiven Kodak TRI-X 400 ist das ein echtes Schnäppchen! ;-)

  3. Stephan sagt

    Ich war auch ganz hingerissen.

    „Sie bekommen ihren neuen Porsche mit dem Sprit, den wir reingetankt haben, zumindest aus eigener Kraft vom Hof.“

  4. Bernd Kemmerer sagt

    Leica inspiriert doch immer wieder. Genauso mit der tollen MONOCHROME.
    Olmpus Mini 1 sofort mal auf Schwarz-Weiss geschaltet, etwas Kontrast und Schärfe hinzu gegeben, Eingebaute Filter ( Rot, Grün, Gelb, Orange oder Neutral) nach Motiv hinzuschalten und der Spass kann losgehen. Morgen schalte ich noch alles auf Manuell, dann habe ich ja noch mehr. Die Olympus wird von Tag zu Tag wertvoller. Da macht das entschleunigte Fotografieren richtig Spass. Leica inspiriert doch immer wieder.

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