Der Tag, an dem ich eine Leica besaß

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Ich hatte mir gedacht, mein Geschwätz von gestern müsste mich nicht interessieren und nachdem der Kauf einer Fujifilm GX 690 III in Tokyo durch mieses Timing scheiterte, hätte ich noch einen Wunsch frei oder was auch immer. Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich mir gedacht hatte, aber dann lag eine Leica M9 auf meinem Schreibtisch.

Allerdings lag sie dort nicht lang, wie die Überschrift vermuten lässt, es waren nur wenige Stunden und der Grund war nicht, dass ich nun „angekommen“ und final gerüstet auf Weltreise ginge. Nein! Das Ding war im Eimer!

Rund 1000 Auslösungen hatte die schwarze M9 auf der Uhr, der äußere Zustand war makellos und der Preis sehr verlockend, zumal der Leica Store Berlin aus dem Meister-Camera-Imperium der Verkäufer war. Der Apparat erreichte mich gereinigt und geprüft und nachdem ich ihn vermeintlich betriebsbereit hatte, löste er zwar aus, aber er schrieb nur Mist aka defekte Daten auf die Speicherkarte. Eine andere Karte, Kamera noch einmal zurückgesetzt, Firmware überprüft – das Problem blieb.

In all in die Enttäuschung mischte sich Zufriedenheit über meine Weitsicht, dass ich während der Verkaufsverhandlungen geklärt hatte, dass ich mit Problemen – so sie auftauchten – auch in Hamburg-Eppendorf vorstellig werden dürfte. Ich nahm die Reise also auf mich und wurde freundlich empfangen. Nach Durchsicht der Kamera wurde ein doch schwerwiegendere Fehler diagnostiziert und ich konnte die M9 gleich dalassen. Man stellte mir dann auch gleich ein Ersatzgerät vor, das nicht ganz an den hervorragenden Zustand der Problemkamera heranreichte. Nach etwas Bedenkzeit lehnte ich ab.

Auch das Berliner Geschäft bot mir umgehend eine neue Kamera an, die dann aber etwas teuerer ausgefallen wäre und damit nicht den Weg in meine Tasche finden sollte, weil ich mein gesetztes Limit nicht zu überschreiten bereit war.

Obwohl ich am Ende der Geschichte ohne eine digitale Messsucher-Kamera dastehe, muss ich doch Lob und Dank aussprechen für den ganz erfreulichen Service. Da erreicht man sofort jemanden, bekommt umgehend Rückmeldung, der/die Händler zeigt sich engagiert, ausgesprochen freundlich und sehr entgegenkommend. Support your lokales Fachgeschäft!

2 Kommentare

  1. Stephan sagt

    Ein Mikroskop brauche ich nicht, um Defizite im Detail zu finden. ;-)

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