Alpha-Festival Berlin 2014

Photographie

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Da bin ich doch mal wieder an die Spree gereist, um neues Zeug zu betrachten und liebe Menschen wieder zu treffen. Das mittlerweile dritte Mal war ich am ersten Oktober-Wochenende also in Berlin, um zwei Tage beim von Berlin Backstage organisierten und durch Sony und Zeiss und auch Adobe unterstützten Treffen der Alpha-Fotografen und -Fotografinnen teilzunehmen. Nachdem das Festival in den letzten Jahren stets im Sony Center stattfand, musste das Gros der Veranstaltungen wegen Umbauarbeiten ausgelagert werden ins Willi-Brand-Haus in Kreuzberg.

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Die Anreise mit der Deutschen Bahn verlief zunächst etwas langatmig, weil der Zug Verspätung hatte und das W-LAN im ICE trotz Telekom Hotspot-Flatrate mich immer noch an meine ISDN-Modemzeiten erinnert, allerdings war die Verbindung natürlich nicht so stabil. Was sehnte ich mich mal wieder nach dem kostenlosen und in höchster Bandbreite zur Verfügung sehenden W-LAN der kanadischen VIA-Rail zurück. In der Hauptstadt angekommen war mein Hotel überbucht und man vermittelte mir ein Zimmer im Maritim, was keine schlechte Alternative war, weil man mich natürlich ein wenig begeistern wollte und so ein Upgrade springen ließ und dann noch am Abend ein leckeres Gläschen Woodford Reserve ausgeben sollte.

Bevor ich jedoch die ganzen Annehmlichkeiten des Maritim genießen konnte, hatte ich das große Glück, den Portraitworkshop von Alexander Heinrichs besuchen zu können. Ein Shooting mit zwei Models war angesetzt und ich hatte mir drei Bilder dazu im Vorwege überlegt. Als es dann hieß, dass es zwar zwei Models, diese aber an zwei unterschiedlichen Orten im Set sein sollten, hatte ich natürlich keine Idee mehr. Da vereinfachte es das Leben sehr, dass der Dozent schon zwei Szenen aufgebaut und zumindest weitgehend ausgeleuchtet hatte. So kommt man natürlich leicht zu gefälligen Ergebnissen, das Programm lässt sich recht flott durchziehen, aber an Eigenleistung des Fotofreundes bleibt da nicht so viel.

Den Ansatz möchte ich allerdings nicht in Frage stellen, weil er mir als die praktikabelste Lösung für 2×6 Teilnehmer erschien, zumal das Shooting eingebettet war in weitere Workshops des Aschaffenburgers über Lichtsetzung und Portraitretouche. Natürlich war gerade im letzten Block, der mir gut gefallen hat und in dem Sven Doelle von Adobe noch etwas zu Lightroom und Photoshop sagte, nur ein Anriss der Möglichkeiten drin, aber Alexander Heinrichs hat doch einige Kniffe gezeigt, darunter die Retouche der Haut ohne jetzt ein alles glattbügelndes Plug-in drüber zu schrubben.

Den Sonnabend ließ ich dann unaufgeregt ausklingen mit Fotofreund Christoph und wandelte noch ein wenig durch die Straßen von Berlin, um die für die Tage ausgeliehene Sony Alpha 7samaz und die beiden Zeiss Loxia-Objektive bei Dunkelheit auszuprobieren. Da waren schon einige Stauner auf meiner Seite dabei, zumal ich ja noch nie eine Kamera mit einer besonders hohen ISO-Leistung besessen habe.

Von der Kamera und den Linsen werde ich in nächster Zukunft berichten, erwarte ich doch noch die eine oder andere Bildfreigabe.