Randnotizen Dreiundzwanzig

Photographie / Randnotizen

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Mein fotografisches Schaffen befindet sich weiterhin in einer Art Winterschlaf, nur selten erhebt es sich vom muggeligen Lager, um einen großen Topf Honig zu essen oder tatsächlich mal Kamera und Zeugs richtig auszuführen. Ansonsten beschränkt es sich weitgehend darauf, in der Höhle dokumentierend tätig zu sein und dann weiter zu schlafen und ein wenig zu lesen. Dabei kommt das eine und auch das andere unter.

Besonders höflich – Das trifft nach meiner Erfahrung nicht auf B&H Photo Video in New York City zu. Da der Ruf ja sonst sehr gut sein sollte, nahm ich an, den falschen Verkäufer am falschen Tag auf dem falschen Fuß erwischt zu haben, wobei ein unschönes Gefühl ob der eher schlechten Behandlung blieb. Nun las ich zuletzt in einem Beitrag von PetaPixel, dass sich B&H auch anderen Menschen, ja Menschengruppen gegenüber nicht gut benommen habe. B&H “has systematically discriminated against Hispanic employees and female, black and Asian jobseekers at its Brooklyn Navy Yard warehouse”, heißt es demnach in einem von PetaPixel zitierten Bericht der US-Regierung. Ich wollte eh nicht wieder hingehen …

How it is made? – Timelapse – Der von mir sehr geschätzte Gunther Wegner ist sicherlich vielen Freunden von Timelapse-Videos bekannt. Er erstellt nicht nur selbst Filme, er programmiert auch die Software LRTimelapse, um die Bilder in Lightroom zu Sequenzen zusammen zu bauen. Nun hat er auch ein Video-Tutorial produziert, in dem er sehr anschaulich seinen „Workflow“ darstellt.

Being happy? – Eine Anleitung zum Unglücklichsein – Für Fotografen und die die es werden wollen hat Christian Dandyk aus Berlin vorgelegt. Ich habe Christian vor einigen Jahren in Düsseldorf kennengelernt und dann immer wieder auf den Alpha Festivals gesehen. Als Partner von Zeiss ist er Kummer eigentlich nicht gewöhnt.

Hopper Meditations
– Ich mag Edward Hopper sehr, seine Bilder von America sind zum Teil weltbekannt. Einige Fotografen haben sich schon darin versucht, den Look der Bilder hinzubekommen und dabei hat Richard Tuschman wunderbare Ergebnisse erzielt. Auf LensCulture zeigt er sie und erzählt ein bisschen.

Ganz schlimm, aber nicht völlig hoffnungslos? – Nachdem Polaroid den Trennbildfilm aus dem Programm genommen hatte, schien es nicht allzu schlimm, weil Fujifilm in Japan weiter produzierte, es verschwand zwar der lichtempfindliche Schwarz-Weiß-Film, aber der FP100C blieb. Nun aber erklärt der Hersteller, dass auch die Produktion eingestellt wurde und noch nur Reste verkauft würden. Wer einmal Freude empfunden hat am Fotografieren mit diesem Sofortbildfilm, der wird verstehen, wie schlimm es wirklich ist – oder wäre, wenn da nicht ein Idealist nach Tokyo geflogen wäre, um die Produktionsmaschinen zu retten. Ob es gelingt, weiß man nicht, aber Florian Kaps, einst Gründer des Impossible Projects und heute Betreiber des Supersense in Wien, erzählt in der Mijonju Show, warum er gekommen ist.