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Johanna auf der Brücke

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Das zweite Set vom Alpha Festival durfte ich mit Johanna aufnehmen. Das Model hatte in Lederjacke schon eine ganze Weile bei stickiger Hitze ausgehalten und ertrug das Klima und die Fotografen recht geduldig. Für meine Forderung, sich ans Geländer zu lehnen, entledigte sich sogar zwischenzeitlich des Schuhwerks. Danke dafür.

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Das Gros der Fotofreunde hatte sich auf „Anregung“ des Workshopdozenten Alexander Heinrichs dazu entschlossen, das von rechts kommende Sonnenlicht mitzunehmen, doch das Zeitfenster war klein und für mich kam kein interessantes Backlight, also änderte ich den Winkel und nahm mal mehr Flucht und freute mich über das Licht, dass von vorne kam, wenngleich ein kleiner Blitz aufgebaut war.

Am Ende bin ich ganz zufrieden, welchen Look ich trotz der unflexiblen Vorgaben über ISO, Blende, Zeiten und Location hinbekommen habe, obwohl alle Protagonisten schon mit staubtrocknen Mündern herumstanden und die Zeit knapp war.

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Aufgenommen habe ich die Bilder mit der Sony A7s in Verbindung mit dem Zeiss Loxia 2/50mm. Nachbearbeitet habe ich die Aufnahmen nach dem Durchlauf durch Lightroom in Alien Skin Exposure 6.

Laura am Lift

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Es hat nicht 80 Tage gedauert, aber schon eine ganze Weile bis ich den Model Release für das Shooting während des Alpha Festivals in Berlin am ersten Oktober-Wochenende in Händen hielt. Nun kann ich also die ersten Bilder von Laura zeigen. Aufgenommen habe ich die Serie im Sony Center an einem verglasten Fahrstuhl.

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Gearbeitet haben wir mit einem Ringblitz links schräg über dem Model. Leichte Variationen in Höhe und Winkel waren neben Modelpose und Fotografenstandpunkt die einzig möglichen Varianten – neben der Nachbearbeitung natürlich. Aufgenommen habe ich die Bilder mit der feinen Sony A7s in Verbindung mit dem Zeiss Loxia 2/35mm.

Tutorial: Einführung in die People Fotografie

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Nein! Ich gebe hier kein Tutorial, ich schreibe über eines, nämlich die „Einführung in die People Fotografie – Einzelcoaching mit Aki & Paddy“ und ich bin befangen, weil mit Patrick Ludolph freundschaftlich verbunden. So ergab es sich auch, dass auch ich als Testgucker tätig war und daraus gleich einen Review baute, der am Ende vielleicht einen echten Mehrwert liefert.

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Es ist nicht das erste „Lehrfilmchen“ des Fotografen Ludolph und so legt der Hauptdarsteller, Impresario, o.ä. einen sehr ruhigen und unaufgeregten Auftritt hin, ohne dabei steif zu wirken. Paddy bringt Model Aki, das die Seiten wechselt, zunächst das kleine 1×1 der Fotografie bei. Dabei werden auch wichtige Grundlagen der Theorie, von denen man „mal gehört haben sollte“, erklärt – ohne, dass es ermüdend wird. Das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller klappt prima, die „Chemie“ zwischen ihnen stimmt, auch wenn Aki mit ihrer ausgewachsenen Mathe-Schwäche etwas länger kokettiert, als es nötig war, um ihr dieses Defizit nachzusehen.

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In insgesamt 24 Kapiteln über sechs Stunden werden folgende Punkte geduldig und gut nachvollziehbar abgearbeitet:

  • 01 Einführung in die People Fotografie
  • 02 Belichtungszeit
  • 03 Blende und Schärfentiefe
  • 04 ISO und Lichtwert
  • 05 Kleine Objektivkunde
  • 06 Programm A bzw. AV
  • 07 Tag 2
  • 08 Programm M
  • 09 Belichtungswaage
  • 10 Belichtungsmesser
  • 11 Autofokus
  • 12 Studioshooting
  • 13 Weissabgleich
  • 14 RAW und JPEG
  • 15 Lichtbasics
  • 16 Outfit
  • 17 Hintergrund
  • 18 Bildschnitt
  • 19 Outdoor Shooting I
  • 20 Kommunikation
  • 21 Tag 4
  • 22 Posing
  • 23 Outdoor Shooting II
  • 24 Tschüs, das wars!

Dankenswerterweise werden auch immer wieder verschiedene, wenn auch ausschließlich digitale Kamera-Modelle herangezogen. Joe McNally zum Beispiel klebt für mich etwas anstrengend sehr an seiner Nikon, da fehlt mir immer ein wenig der Blick über den Tellerrand, wenngleich die Fotografie selbst sich natürlich wenig unterscheidet.

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Schön gezeigt wird, wie Aki das vermittelte Wissen in die Tat umsetzt. Warum sie welche Einstellungen, die gut dokumentiert werden, nimmt, wird immer wieder erklärt. Zwischendurch gibt es mal eine Bildkritik, einen Tipp oder kleine Exkurse. Dass bei der Bildentstehung das Vorgehen, das Patrick für sich selbst gewählt hat, gezeigt wird, wird deutlich, aber auch, dass dies ein, aber nicht der einzige Weg ist! Erstaunlich oder gerade nicht, ist, dass Akis Bildergebnisse durchaus etwas ludolpheskes haben.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Aki & Paddy oder Paddy & Aki den Fokus zwar fraglos auf das inszenierte Ablichten von Menschen richten, man aber etliche Erkenntnisse auch dabei einsetzen kann, um grundsätzlich in der Fotografie weiter zu kommen. Zu bekommen ist dieses „Einzelcoaching“ für 45,00 Euro (Frühbucher bis Ende Juli zahlen nur 39,00 Euro) in Shop von neunzehn72.de

Gewinne, Gewinne, Gewinne!

Wer das Tutorial unbedingt haben möchte, aber gerade kein Geld dafür über hat, weil die Katze ein Swarowski-Halsband brauchte oder die Goldkette auf der Regattabahn in Duisburg Wedau verloren gegangen ist oder man beim Kauf des großen Achtzylinders dem Händler glaubte, der Benzinpreis würde bald wieder sinken oder er/sie einfach ein Glückspilz und Sparfuchs in Personalunion ist, oder so …

Es besteht die Chance, einen von zwei Gutscheincodes hier abzuräumen. – Was gibt es zu tun? – Schreib mir einfach in die Kommentare, warum das Kaninchen ausgerechnet Deinen Namen unter Ausschluss des Rechtsweges aus dem verschwitzten Hut ziehen soll!

Die Verlosung ist beendet.

Taro Ishiyama

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Ich liebe seine Fotos! – Und das sage ich selten über Aufnahmen. Sehr selten! Ich bin gewiss anfällig, wenn jemand vorwiegend attraktive japanische Frauen gekonnt in Szene zu setzen vermag, aber ich habe noch keinen Fotografen gesehen, dessen Bilder so glaubhaft wie aus einem Traum zu stammen scheinen. Ich wäre versucht, von Welten zu schreiben, die Haruki Murakami gezeichnet hat, aber selbst das wäre zu beliebig.

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Nun habe ich Taro Ishiyama schon einer ganzen Weile in den Ohren gelegen, dass ich doch so gerne ein kurzes Interview mit ihm machen würde und nun ist es mir tatsächlich gelungen, ihn zu ermutigen, die sprachlichen Barrikaden zu überwinden und zumindest einen kleinen Eindruck zu geben in seine Fotografie. Ich bin durchaus dankbar dafür. Ich habe ihm die Fragen zunächst geschickt, seine Antwort kam dann nach einer Weile zurück, daher klingt der Dialog ein wenig holprig, außerdem gab es etliche Übersetzungen. Ich bitte darum, uns das nachzusehen.

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Hallo Taro und vielen Dank für Deine Zeit. Ich kenne deine wundervollen Bilder von flickr und seitdem ich bestimmt schon ein halbes Dutzend deiner Bilder mit dem Favoriten-Sternchen versehen habe, dachte ich mir, es wäre interessant, etwas mehr über Dich und seine Arbeit zu erfahren.
Entschuldige bitte zunächst meine späte Antwort und bitte auch, dass mein Englisch alles andere als gut ist.

Ist die Fotografie nur deine Passion, dein Hobby oder bist Du hauptberuflicher Fotograf?
Die Fotografie ist mein Hobby und Teil meines Lebens oder die Sehnsucht nach der Unwirklichkeit.

Was ich an deinen Portraits mag, ist das Gefühl, dass sie wie im Traum erscheinen, als würde die Zeit stillstehen während man auf etwas wartet, ein wenig surreal. Ist es das, was Du zeigen möchtest?
Meine Portraits repräsentieren eine Beziehung zwischen den Objekten und mir. Ich mache Fotos von interessanten Dingen und schönen Momenten mit meiner Sensitivität.

Weißt Du schon vor Beginn eines Shootings, wie die finalen Bilder aussehen sollen oder wählst Du später aus einer deutlich größeren Auswahl aus?
Manchmal mache ich Bilder, die ich mir von Beginn an genau so vorgestellt habe, aber man kann auch „per Zufall“ großartige Fotos machen. Es bleibt auf jeden Fall schwierig, Fotos zu machen.

Fotografierst Du in erster Linie Freunde und Familie oder buchst Du Modelle oder wirst Du als Fotograf gebucht?
Ich mache Fotos meiner Freundin, der Familie und von Freunden.

Du arbeitest in erster Linie mit Filmkameras wie der Hasselblad 500. Welchen Film magst Du besonders und warum fotografierst Du auf Film? Soweit ich weiß, ist die analoge Fotografie in Japan durchaus populär.
Warum ich Film, üblicherweise den Fuji Pro 400H und den Kodak 400 TMAX, benutze? – Es ist das Werkzeug, mit dem ich den Moment als einen einmaligen empfinde.

返信ありがとうございます。

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